Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 03. Mai 2005

30-facher Nachwuchs im Magdeburger Zoo

Seit Jahresbeginn wurden bereits 30 Tierkinder im Magdeburger Zoo geboren. "Auf vielen Tieranlagen können unsere Besucher jetzt das drollige Treiben der Jungtiere beobachten", informiert der Magdeburger Zoodirektor Dr. Kai Perret.

Gleich zwei Jungtiere bei den Rotbauchtamarinen und ein Jungtier bei den Rothandtamarinen zählten die Zoomitarbeiter seit Jahresbeginn. Die südamerikanischen Rothandtamarine gehören zu den Krallenaffen, die mit den markanten rotgoldenen Haaren an den Händen und Füßen auffallen. Die Jungtiere wiegen nur circa 45 Gramm bei der Geburt und werden vom Vater im Rückenfell getragen. Man muss schon genau hinschauen, um diese Affenzwerge zu sehen.

Am 19. April wurde ein männliches Rentier geboren, das gut auf der Rentieranlage zu beobachten ist. Nach einer Tragzeit von 190 bis 250 Tagen kommt meist im Zeitraum April bis Juni ein seh- und lauftüchtiges Jungtier zur Welt. Bereits nach wenigen Tagen ist es ein Nachfolger, es folgt seiner Mutter auf Schritt und Tritt. Bei dieser Hirschart tragen auch die Weibchen ein Geweih. Rentiere sind weitverbreitet in polaren und subpolaren Tundren der Nordhalbkugel. Dort schließen sich Rentiere in der Tundra oft zu großen Herden zusammen und unternehmen weite Wanderungen, um Futter zu suchen. Im Winter schieben sie den Schnee mit ihrem Geweih beiseite, um an das Futter zu gelangen. Vitaminhaltige Flechten, auch Rentiermoos genannt, Kräuter, Gras, Laub und Beeren gehören zur hauptsächlichen Nahrung der Rentiere. Im Zoologischen Garten Magdeburg gelang bereits mehrfach die Nachzucht von Rentieren.

Auch bei den Benettkängurus hat sich Nachwuchs eingestellt. Diese mittelgroße Käguruart bewohnt die buschbestandenen Grassteppen und lichten Trockenwälder Australiens und Tasmaniens. Sie leben meist gesellig in kleinen Familien. Die eigentliche Tragzeit ist mit 40 Tagen sehr kurz. Die Neugeborenen sind mit maximal drei Zentimetern Größe sehr winzig und wandern nach der Geburt selbstständig durch das Unterbauchfell der Mutter in den Beutel. Hier saugen sie sich an einer Zitze fest. Die Beuteltragzeit dauert etwa sechs Monate. Während dieser Zeit wächst das Kleine zu einem seh- und lauftüchtigen Jungtier heran. Erst ab diesem Stadium ist der Nachwuchs bei Kägurus deutlich sichtbar, da man ihre Bewegungen im Beutel beobachten kann. Eine genaue Geburtstagszeit ist bei dieser Entwicklung nicht genau datierbar. Mit etwas Glück ist das kleine Käguru von den Zoobesuchern zu entdecken, da es hin und wieder auch schon das Köpfchen aus dem Beutel steckt.




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