Stadtjubiläum Magdeburg 12hundert
Die Highlights der Woche vom 28. August bis 4. September 2005
Magdeburg.
1200 Jahre ist es her, dass Magdeburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Wenn das kein Grund zum Feiern ist ...
... und das tut die Stadt ein ganzes Jahr mit rund 250 großen und kleinen Veranstaltungen. Und weil zu einem so runden Jubiläum Gäste gern gesehen sind, laden wir Besucher aus nah und fern ein, mit uns gemeinsam zu feiern. Dies sind die Veranstaltungen der kommenden Woche:
Am 28. August ab 10 Uhr im Elbauenpark
Zukunft: Gemeinsam! - Fest der Kirchen im Elbauenpark
Beim Fest der Kirchen für die ganze Familie geht es am 28. August ab 10 Uhr im Magdeburger Elbauenpark um "Zukunft: Gemeinsam". Es beginnt mit einem Fernsehgottesdienst auf der Seebühne. Das gesamte Areal wird in einen bunten Marktplatz verwandelt, der Unterhaltung, Konzerte und Gesprächsmöglichkeiten für Jung und Alt bietet.
Info: Christen in Magdeburg, Tel.: (039292) 6 67 01; www.cimd.de
Bis 28. August jeweils um 20 Uhr im Theater an der Angel, Zollstraße 19
"Jubiläum de la Maison" nach Anton Tschechow
Letzter Aufruf für das "Jubiläum de la Maison"! Noch bis zum 28. August feiert das Theater an der Angel in der diesjährigen Sommerinszenierung erstens die 12hundert-Historie Magdeburgs, zweitens das 15-jährige Jubiläum des Angel-Theaters und drittens das Firmenjubiläum der "Bank für gegenseitigen Kredit". Letzteres beschreibt Anton Tschechow in seinem Einakter "Das Jubiläum". "Fantasie als Stammkapital", würdigte der Kritiker Andreas Hillger den heiteren Theaterabend rund um die traditionsreiche Zuckschwertsche Villa und am Zollstraßen-Elbufer. Beginn um 20 Uhr.
Info: Theater an der Angel, Tel.: (03 91) 5 55 65 55;
www.theateranderangel.de
Am 28. August, 20 Uhr, Treffpunkt: Universitätsplatz/
Haupteingang opernhaus
"Belichtungszeit: 1200" II - 12 Kapitel Kinogeschichte in Magdeburg
Das Projekt "belichtungszeit: 1200" II hätte sich wegen der großen Anzahl von Kinos auch ganz allein auf den Breiten Weg beziehen können. Die "Clou-Lichtspiele", die "Casino-Lichtspiele", das "Tonbildtheater" oder die "Kammerlichtspiele" gehörten dazu, wie das "Apollo" oder "Fata Morgana" in angrenzenden Straßen. All diese Lichtspielhäuser mit ihren Bildnissen und Episoden gehören zu den Kapiteln 7 und 8. Ins Blickfeld der historischen Kino-Exkursion rücken außerdem die "Passage-Lichtspiele" und das "Panorama". Zum Abschluss der Kinowanderung um 22 Uhr ist der Film "Die drei von der Tankstelle", entstanden 1930, zu erleben.
Info: ARTist! e.V., Tel.: (0171) 2 40 15 97, www.absolutartist.de
Am 30. und 31. August, 19.30 Uhr, Forum Gestaltung,
Brandenburger Straße 9/10
Open-air-Aufführung: Konzepte, Kunst und Köpfe
1947 - Heinrich VI. und der Wiederaufbau
1961 - Heinrich VII. und der antifaschistische Schutzwall
Am 30. und 31. August werden die Kapitel 9 und 10 der zwölfteiligen Theaterserie von Dirk Heidicke aus der Geschichte der traditionsreichen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg erzählt. Sie finden im Rahmen des Sommerfestes open air am historischen Schauplatz statt, im Hof des jetzigen Forums Gestaltung; Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Am 30. August rückt das Jahr 1947 mit dem Kapitel "Heinrich VI. und der Wiederaufbau" in den Blickpunkt. Anschließend Eröffnung der Ausstellung " Suche. Erich Weinert - Schüler und Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule" mit Bildern, Zeichnungen und Skizzen von 1904 bis 1920.
Am 31. August ist das Kapitel 10 zu erleben: "1961 - Heinrich VII. und der antifaschistische Schutzwall".
Am 1. September findet ein Konzert der "Töchter Magdeburgs" statt, das Thema: Töchter Magdeburgs singen Magdeburg. (Beginn 19.30 Uhr, Hof Forum Gestaltung Magdeburg)
Info: Vision.24 Lust auf Zukunft, Tel. (0391) 8 86 41 97,
www.forum-gestaltung.de
Am 31. August, 18 Uhr, Gruson-Gewächshäuser
Wissenschaft x 12: "Formgebung in der Natur:
Wie Kunstvolles von selbst entsteht"
Die Vorlesung von Prof. Dr. Stefan C. Müller widmet sich am 31. August um 18 Uhr dem Thema "Formgebung in der Natur: Wie Kunstvolles von selbst entsteht". Die gemeinsame Vorlesungsreihe der Otto-von-Guericke-Universität, der Hiochschule Magdeburg-Stendal (FH), des Fraunhofer Institutes, des Max-Planck-Institutes und des Leibniz-Institutes im 12hundert-Jubiläumsjahr findet jeweils an außergewöhnlichen, attraktiven Orten statt - in diesem Fall am 31. August um 18 Uhr in den Gruson-Gewächshäusern. (Eintritt frei)
Info: Otto-von-Guericke-Universität, Tel. (0391) 6 71 87 51
Vom 31. August bis 11. September, jeweils 20 Uhr,
Jahrtausendturm im Elbauenpark
"Otto und andere Größen" - ein Varieté-Theater-Spektakel im Jahrtausendturm
Für das Varieté-Theater-Spektakel "Otto und andere Größen" des Monstertheaters ist die Kulisse des Jahrtausendturmes wie geschaffen! Die Geschichte der Regisseurin und Buchautorin Susanne Linzer ist wahrhaft fantastisch: Eine ehemals glänzende Schauspiel- und Akrobatentruppe, spezialisiert auf Shakespeare-Dramen, ist in Magdeburg gestrandet. Ursprünglich war sie angereist, um zur 12hundert-Feier der Stadt ihre einstmals berühmte Hamlet-Inszenierung aufzuführen. Doch leider will sie niemand engagieren. Als sie schon die Stadt verlassen wollen, bietet ihnen ein einheimischer Theaterdirektor einen Auftritt ganz anderer Art an. Sie sollen ein Programm erarbeiten, in dem all die bedeutenden Persönlichkeiten Magdeburgs - und mit ihnen die Stadt - geehrt werden. Der Chef der Truppe nimmt sofort an, stehen er und seine Artisten doch vor kurz dem Ruin. Nun bringt er seinen Leuten bei, dass sie zwar ein Engagement haben, aber ohne ihren geliebten Shakespeare.
Info: Vorstellungen täglich außer 5. und 6. September, Beginn jeweils 20 Uhr. Eintritt 23,50 Euro, ermäßigt 17,50 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), Karten: Volksstimme Service-Center, Karstadt Service-Center, Ticket-Shop, Hauptkasse Elbauenpark und an der Abendkasse; www.monstertheater.de
Vom 1. bis 11. September, Messe Magdeburg, Halle 1, Tessenowstraße
"Magdeburg gesammelt. Streifzüge in die Geschichte"
12hundert Jahre Stadtgeschichte - und unzählige Möglichkeiten, von ihr zu berichten. Was war wichtig? Welche Ereignisse, welche Erfindungen, welche Gegenstände des täglichen Gebrauchs, welche Menschen waren prägend - was hat sich eingeprägt? Diese Fragen beantwortet vom 1. bis 11. September die große Ausstellung "Magdeburg gesammelt. Streifzüge in die Geschichte" - eines der 12 Highlights zum 12hundert-Stadtjubiläum. Zu sehen ist die Exposition in der Halle I der Messe Magdeburg in der Tessenowstraße. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Mehr als 60 Vereine, Interessen- und Fachgruppen, Firmen und Einzelsammler präsentieren dabei ihre umfangreichen Sammlerschätze. Die Exponate führen von A wie Ansichtskarte und ADAC bis Z wie Zeitung, Zinnfigur, Zirkus und Zündholzschachtel zurück bis zur ersten urkundlichen Erwähnung Magdeburgs im Diedenhofener Kapitular Kaiser Karls des Großen von 805 und sogar in weiter zurückliegende Zeiten.
Info: Büro 12hundert, Tel. (0391) 53 53 92 00, www.12hundert.magdeburg.de
1. bis 12. September 2005, verschiedene Veranstaltungsorte
15. Magdeburger Literaturwochen "Verdichtung 1"
Im Rahmen der 15. Magdeburger Literaturwochen finden unter dem Motto "Verdichtung 1" zahlreiche Lesungen und literarische Abende statt. Den Auftakt gibt am 1. September um 18 Uhr im Magdeburger Dom am Barlach-Denkmal ein Friedensgebet, anschließend liest die Lyrikerin Christel Trausch: "Magdeburger Mal" und andere Gedichte gegen den Krieg. (Eintritt frei).
Zur Eröffnung am 2. September um 19 Uhr in der Petrikirche am Wallonerberg ist "Schlafes Bruder" von Robert Schneider als "Text und Klang" mit Dirk Schoedon (Sprecher), Warnfried Altmann (Saxophon) und Prof. Hans-Günther Wauer (Orgel) zu erleben. (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro; Karten an der Abendkasse)
Am 4. September ab 15 Uhr findet "Magdeburg lesen" statt, ein literarischer Spaziergang zu stimmungsvollen Schauplätzen zwischen dem Forum Gestaltung und dem Fürstenwallpark. Um 15 Uhr werden im Forum Gestaltung (Brandenburger Str. 9/10) die Gäste durch den Hausmeister und Heizer Heinrich Schladen der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule empfangen. Anschließend spazieren die Teilnehmer gemeinsam zu den Leseorten in der Stadt. (Gäste, die die Leseorte nicht zu Fuß erreichen können, melden sich bitte vorher im Literaturhaus - Tel. 0391/4 04 49 95.)
In den Literaturwochen für Kinder und Jugendliche stellt Anne Hahn am 2. September im Norbertus-Gymnasium, am 5. September im Hegelgymnasium und am 6. September im Domgymnasium ihren Roman "Dreizehn Sommer" vor. Die gebürtige Magdeburgerin schrieb ihr Buch über drei Magdeburger Abiturientinnen, die ihren Lebensweg in der DDR beginnen und im vereinten Deutschland ankommen müssen.
Info: Literaturhaus Magdeburg e.V., z. Zt. Brandenburger Str. 10, 39104 Magdeburg
Tel. (0391) 4 04 49 95, www.literaturhaus.de.md
Am 1. September, 19.30 Uhr, Kulturhistorisches Museum
Magdeburg 1200 - Vorträge zur Stadtgeschichte "Unbekannte Persönlichkeit - großer Feldherr?" Probleme einer neuen Biografie über Tilly
Dr. Michael Kaiser von der Universität zu Köln referiert am 1. September um 19.30 Uhr im Kulturhistorischen Museum über Probleme einer neuen Tilly-Biografie. Er untersucht sie unter dem Aspekt "Unbekannte Persönlichkeit - großer Feldherr?"
Info: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Tel. (0391) 5 35 48 14, www.magdeburg1200.de
Vom 2. September bis 9. Oktober, Festung Mark
"Weiblichkeit - Sinnlichkeit - Fruchtbarkeit" - ein Kunstprojekt von Sabine Kunz
Im Jubiläumsjahr Magdeburg 12hundert zeigt die Künstlerin Sabine Kunz vom 2. September bis zum 9. Oktober 2005 in der Festung Mark ihr Kunstprojekt "Weiblichkeit - Sinnlichkeit - Fruchtbarkeit". Eröffnet wird die Ausstellung am 2. September 2005 um 19.00 Uhr.
Korrespondierend mit dem Gesamtprojekt findet in der Johanniskirche vom 1. September bis zum 1. Oktober die Ausstellung "Weiblichkeit - Sinnlichkeit - Fruchtbarkeit" statt.
Am 25. September um 15.00 Uhr führt Sabine Kunz in der Festung Mark zum Projekt und zur Ausstellung ein Künstlergespräch durch.
Zur Einführung ein Auszug aus dem Begleittext von Jörg Riemke: "48 farbige Holzschnitte, 2,40 Meter hoch, ordnen sich, zusammengefügt zu einem Wald von Stelen, zwischen denen der Betrachter wandeln kann, über sich die Fahnen mit den Abdrucken der großen Holztafeln. Der beeindruckende Innenraum der Festung Mark ... verbindet sich mit dem Kunstwerk von Sabine Kunz zu einer Einheit. Eine Vielzahl von klaren einfachen Formen und Farben mit großer Eindringlichkeit, Archetypen des kollektiven Unbewussten, eröffnen stetig neue Sinnzusammenhänge: Äpfel und Birne bilden zusammen eine Frucht, aber die Birne hat keine Kerne. Die Geborgenheit des Embryos im Bauch, der ein Apfel ist. Der Baum der Erkenntnis. Teufel. Schlange. Die große Mutter. Europa, die den Stier bei den Hörnern packt ... Alles Geschehen ist in der Natur eingebettet. Hier ist die Kraft, die sich stets erneuert. Den Zugang und somit eine Antwort kann nur jeder für sich finden."
Info: Sabine Kunz, Tel. (0177) 6 94 95 50
Ab 2. September im Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 9/10
"ABGESTEMPELT" - Judenfeindliche Postkarten im Dritten Reich
Vom 2. September bis 15. Oktober ist im Forum Gestaltung die Ausstellung "Abgestempelt" zu sehen. Es ist eine sehr besondere Exposition mit 300 Ansichtskartenmotiven, vielfach zwischen 1880 und 1945 per Post versendet. Allen Postkarten gemein ist ihr judenfeindlicher Grundton. "Abgestempelt" wurden die jüdischen Mitbürger; Spott, Häme und Hass fanden damals ungehinderte Verbreitung. Antisemitismus und Rassenhass bestimmten viele gesellschaftliche Bereiche. In der Ausstellung wird bewusst, wie vergiftet das Klima war, bis der latent schwelende Judenhass mit Deportation und Massenmord in Hitlers Todesfabriken seinen grausigen Höhepunkt fand.
"Abgestempelt" ist eine nachdrücklich mahnende Erinnerung an das schlimmste Kapitel deutscher Geschichte. Die Ausstellung wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Museum für Kommunikation und dem Jüdischen Museum Frankfurt/Main erarbeitet.
Die Vernissage findet am 2. September um 18 Uhr im Saal des Forums Gestaltung statt.
Die Ausstellung ist vom 3. September bis zum 15. Oktober zu sehen (täglich 10-18 Uhr, Saal des Forums Gestaltung; Eintritt frei)
Info: Büro 12hundert, Tel. (0391) 53 53 92 00, www.12hundert.magdeburg.de und Vision.24 Lust auf Zukunft, Tel. (0391) 8 86 41 97,
www.forum-gestaltung.de
Am 3. September im Kulturhistorischen Museum
Nacht der Magdeburger Museen
Der Abschluss der Sonderausstellung "Magdeburg 1200" wird mit einer "Nacht der Magdeburger Geschichte feierlich begangen. Dazu finden kulturelle Aktivitäten im und um das Kulturhistorische Museum statt. Die Ausstellung soll für Jung und Alt fröhlich und unterhaltsam ausklingen.
Info: Kulturhistorisches Museum, Tel.: (03 91) 5 35 48 14,
www.magdeburg1200.de
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