Landkreis Leer - 14. September 2005. Nur etwa die Hälfte aller Kinder haben bei der Einschulung einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern, Mumps und Röteln. Das ist das Ergebnis der ausgewerteten Daten des jugendärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt des Landkreises Leer. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bereits ein Durchimpfungsgrad von unter 70 Prozent das Auftreten lokaler Epidemien nicht verhindern kann“, sagt Jugendärztin Dr. Heike Ahrens. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert sogar Durchimpfungsraten von über 90 Prozent, um diese Krankheiten wirksam auszurotten.
Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts sollen alle Kinder schon im Kleinkindalter mit zwei Impfungen versorgt werden. Nicht die Krankheiten selbst, sondern die möglichen Komplikationen wie Meningitis, Encephalitits oder Schädigungen des ungeborenen Kindes sollten vermieden werden. Wenn ungeschützte Erwachsene erkranken, ist das Auftreten von Komplikationen deutlich erhöht.
Der jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes Leer bietet in den nächsten Wochen allen Kindern der sechsten Klassen in den Schulen eine Masern/Mumps/Röteln-Impfung sowie eine Schutzimpfung gegen Kinderlähmung an. Teilnehmen können alle Kinder, die bisher keine oder nur eine einzige Masern/Mumps/Röteln-Impfung bekommen haben sowie Kinder, die noch eine Auffrischungsimpfung gegen Kinderlähmung benötigen oder deren Impfschutz nicht vollständig ist. Informationsmaterial, Einverständniserklärungen und Impftermine bekommen die Kinder in den Schulen.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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