Magdeburg.
Am 8. Oktober findet zum dritten Mal eine Agendakonferenz in Magdeburg statt. Das Thema lautet "Umwelt und Gesundheit". Der Eintritt ist kostenlos. Interessierte Magdeburger sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr im Intercityhotel am Hauptbahnhof.
Die Tagung ist Bestandteil der Lokalen Agenda 21 in Magdeburg, zu der auch die Mitwirkung am Projekt "Gesunde Stadt" gehört. Im Rahmen des Projektes widmet sich eine Arbeitsgruppe dem Thema Umwelt und Gesundheit. Die Tagung stellt einen Teil dieser Thematik vor, und geht insbesondere der Frage nach, wie man gesund wohnt und lebt .
Fragen zu diesem Thema werden auch häufig von Bürgern sowohl an das städtsiche Gesundheits- und Veterinäramt als auch an das Umweltamt gestellt. Die Veranstaltung gibt ganz praxisnah Hinweise und Tipps zur Gestaltung einer gesunden Umwelt, auf die der Bürger selbst Einfluss nehmen kann (Wohnen und Nahrung).
Die Veranstaltung ist offen für Interessierte, es wurden darüber hinaus verschiedene Vereine, Umweltverbände, Studenten und im Gesunden-Städte- Projekt Aktive eingeladen.
Die gesundheitlichen Belastungen aus der Umwelt sind insgesamt zurück gegangen. Gleichwohl haben zahlreiche Menschen Angst vor Gefahren für ihre Gesundheit durch eine Vielzahl von Umwelteinflüssen. Zur erlebten Umwelt zählen auch die Wohnungen, in denen sich die Bewohner täglich mehrere Stunden aufhalten. Zum gesunden Wohnen gehört schadstofffreie Luft. Schadstoffe, die beim Heizen entstehen können oder aus Baustoffen, Teppichen oder Möbeln, Haushaltschemikalien oder auch beim Renovieren frei gesetzt werden, führen bei vielen Menschen zu gesundheitlichen Beschwerden.
Neben Schadstoffen kann auch Schimmel in der Wohnung zu gesundheitlichen Belastungen führen. Die Bewohner können selbst zu einer schadstoffarmen Innenraumluft in den eigenen vier Wänden beitragen. Das gilt für das richtige Lüften bis hin zur Auswahl geeigneter Farben, Fußböden u.s.w.
Zu einer gesunden Lebensweise gehören zudem Lebensmittel, die nicht mit Schadstoffen belastet sind. Lebensmittel werden neben einer amtlichen Überwachung auch einem sogenannten Lebensmittel-Monitoring unterzogen, um unerwünschte Stoffe zu erkennen. Durch wiederholte repräsentative Messungen werden Rückstände von flanzenschutzmitteln, Schwermetallen, Nitraten und Toxinen von Schimmelpilzen untersucht. So werden eventuelle Gefährdungspotenziale durch Schadstoffe in Lebensmitteln frühzeitig erkannt.
Die Agendakonferenz wird über diese Themen aufklären, aber auch Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, so dass die Besucher der Veranstaltung Anregungen für die Gestaltung eines gesunden Wohnumfeldes mitnehmen können.
Programm der 3. Agendakonferenz
Umwelt und Gesundheit - Gesundes Wohnen und Leben
Tagung: 08.10. 2005 10:00 - 14:00 Uhr im IntercityHotel
10:00 Uhr Eröffnung
Herr Platz, Beigeordneter für Kommunales,
Umwelt und Allgemeine Verwaltung
Landeshauptstadt Magdeburg
10:15 Uhr Dicke Luft zum Atmen - Feinstaub in
Innen- und Außenräumen
Herr Dr. Franck Umweltforschungszentrum
Leipzig-Halle
11:00 Uhr Rückstandsanalytik von Pflanzenschutz-
mitteln in der amtlichen Lebensmittel-
Frau Polonji Landesamt für Überwachung Verbraucherschutz,
Halle
11:45 Uhr Pause
12:15 Uhr Schadstoffe, Schimmel, Fogging, -
wie (un)gesund ist unser Zuhause?
Frau Angelus Verbraucherzentrale, Halle
13:00 Uhr Umweltängste
Frau Dr. med. Kant, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Magdeburg
Moderation: Herr Platz, Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und
Allgemeine Verwaltung, Landeshauptstadt Magdeburg
Herr Warschun, Umweltamt, Landeshauptstadt Magdeburg