Magdeburg.
Sozialbeigeordnete dankt für Teilnahme an Info-Kampagne:
Kita-Kinder geh´n zur "U"
Mit einem Paket voller T-Shirts belohnte die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker heute die Kinder der Kindertagesstätten Am Salbker See, Bertis Biberburg und Westerhüsen. Gemeinsam mit den Kindern der Kitas Gänseblümchen und Marienkäfer haben sie an der Kampagne "Ich geh` zur U`, und Du?" zur Früherkennungsuntersuchung für Kinder teilgenommen.
Bereits seit Oktober 2005 haben die Mitarbeiterinnen des Gesunde Städte Projekts die beteiligten Kitas betreut, um die Eltern für das Thema Vorsorgeuntersuchung, anstehende Untersuchungen und notwendigen Impfungen zu gewinnen. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gestifteten T-Shirts ihrer bundesweiten Kampagne waren der vorläufige Abschluss der ungewöhnlichen Werbeaktion zum Thema Kindergesundheit.
"Das `U` steht für Untersuchung und erinnert an die insgesamt neun kostenfreien Untersuchungen für Kinder, die das Gesundheitssystem Eltern anbietet", erläutert die Sozialbeigeordnete Beate Bröcker und ergänzt: "Viele Eltern in Magdeburg haben vergessen, dass es die Untersuchungen nicht nur im Säuglingsalter, sondern auch für das 2., 4. und 6. Lebensjahr gibt."
Den Rückgang der Untersuchungszahlen bestätigt auch Claudia Bachtenkirch vom Gesunde Städte Projekt, die mit Unterstützung des Gesundheitsamtes die Daten von über 1000 Kindern ausgewertet hat.
Danach entsprechen die Magdeburger Zahlen einem bundesweiten Trend, wenn sie belegen, dass von den neun Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 die ersten sechs - bis zum zweiten Lebensjahr - gut angenommen werden, bei den letzten drei - bis zum Vorschulalter - die Teilnahme jedoch erheblich sinkt.
"Entwicklungsstörungen vor der Einschulung können so häufig nicht erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Ein schlechter Start für die Schule ist dann vorprogrammiert", warnt die für Gesundheit zuständige Beigeordnete Bröcker und erklärt: "Wer schlecht hört, sieht oder spricht, kann dem Unterricht ohne zusätzliche Hilfe schlecht folgen".
Für die Erziehrinnen der beteiligten Kindertagesstätten war die Aktion jedenfalls ein Erfolg, weil viele Eltern auf die kostenfreien Untersuchungen aufmerksam geworden sind. Den Wunsch eines Vaters nach der "U33" konnten sie allerdings nicht erfüllen.
Hintergrund:
Für die Landeshauptstadt Magdeburg wurden folgende Angaben ermittelt
(Schuleingangsuntersuchung 2004):

Abbildung 1: Inanspruchnahme der U-Untersuchungen 2004 (Angaben in %)
(Quelle: Gesundheits-, Sozial- und Jugendbericht Magdeburg 2005)
Aus der Grafik ist ein Rückgang der vorgenommenen Untersuchungen ab der U 7 zu ersehen. Bei der U 8 wird einen Anteil von lediglich 87,2 % und bei der U 9 von 86,5 % verzeichnet. Die Zahlen bestätigen auch für Magdeburg einen bundesweit festgestellten Trend.