Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 05. April 2006

Von Ausstellung bis Zukunftswerkstatt - 400 Magdeburger engagierten sich in den Stadtteilen

Arbeitsgruppen Gemeinwesen ziehen Bilanz 2005

Die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit haben sich auch 2005 aktiv an der Gestaltung der Lebensbedingungen in den Stadtteilen beteiligt. Rund 400 Vertreter aus Einrichtungen, Institutionen, Vereinen, Gewerbetreibende, Bürgerinitiativen und interessierte Bürger, Stadträte sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung trafen sich durchschnittlich fünf mal im Jahr in den verschiedenen Arbeitsgruppen zu gemeinsamen Beratungen. Rund ein Fünftel der Teilnehmer an den Beratungen waren Bürger.

Die Arbeitsgruppen "Zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" arbeiten seit 1998. Ihre Bildung zur Unterstützung stadtteilbezogener Projekte, Aktivitäten und Aktionen wurde durch den Stadtrat im Jahr 1999 beschlossen. Im November 2005 wurden die Arbeitsgruppen Neustädter See und Rothensee neu gegründet. Damit engagieren sich jetzt in der Landeshauptstadt 20 Arbeitsgruppen in der Stadtteilarbeit.

Folgende Themen waren 2005 Schwerpunkte der Arbeitsgruppen:

Stadtteilentwicklung

Das Thema Stadtteilentwicklung stand in fast allen Arbeitsgruppen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Vertretern des Stadtplanungsamtes, von Wohnungsunternehmen und Sanierungsträgern wurden Vorhaben und Projekte zur Gestaltung der Stadtteile diskutiert und unterstützt. Zu den Schwerpunkten gehörten der Stadtumbau Ost, Urban-21-Maßnahmen und Projekte im Rahmen des Förderprogramms "Lokales Kapital für soziale Zwecke". Aber auch der Aufbau des Lindwurms oder die Um- und Neugestaltung von Plätzen in den Stadtteilen wie z. B. von Thiemplatz, Ambrosiusplatz und Olvenstedter Platz wurden begleitet.

Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit in den Stadtteilen

Zu diesem Themenbereich gab es auch 2005 wieder zahlreiche Bürgeranfragen und Hinweise. Dabei ging es vor allem um illegale Müllablagerungen, die Sauberkeit von Containerstellplätzen, Verunreinigungen durch Hundekot, verwahrloste Grundstücke und illegale Graffiti. Viele der Anfragen konnten gemeinsam mit der Stadtverwaltung geklärt, die Missstände beseitigt werden. An der Frühjahrsputzaktion unter dem Motto "Magdeburg putzt sich!" beteiligten sich 2005 elf Arbeitsgruppen.

 

 

 

Verkehrssituation in den Wohngebieten, Erreichbarkeit durch ÖPNV

Häufige Themen wie z. B. fehlende Parkmöglichkeiten, die Einrichtung von Tempo-30-Zonen und schlechte oder fehlende Anbindungen an den ÖPNV wurden in den einzelnen Arbeitsgruppen erneut aufgegriffen und diskutiert. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Polizei, der MVB und den Bürgern konnten wichtige Probleme gelöst werden.

Ein in der Arbeitsgruppe Diesdorf und Beimssiedlung lang diskutierter Vorschlag zum Ausbau des Börderadweges an der Schrote wird in diesem Jahr von der Stadt umgesetzt.

Jugendarbeit, Entwicklung der Kitas, Schulen und Spielplätze

2005 unterstützten die Arbeitsgruppen die Neugestaltung, Sanierung und den Neubau von Spielplatzen, u. a. Am Neuber, im Knochenpark und in Alt Salbke. Außerdem engagierten sich die Arbeitsgruppen für Projekte wie den Neubau des Jugendklubs in der Alten Neustadt und den Garten für Kinder in Buckau.

In vielen Arbeitsgruppen stellten die Träger von Kindertageseinrichtungen ihre Konzepte vor. Weitere Themen waren z. B. die Verbesserung der Jugendarbeit in Ottersleben und die Diskussion über eine öffentliche Toilette am Schellheimer Platz.

Kulturarbeit

Die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit haben 2005 in ihren Stadtteilen zahlreiche soziokulturelle Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen durchgeführt, die durch den Initiativfonds Gemeinwesensarbeit unterstützt wurden.

Im Mittelpunkt der kulturellen Veranstaltungen stand die Verbesserung der Kommunikation im Stadtteil und die Förderung der Identifizierung der Bürger mit ihrem Stadtteil.

Veranstaltungshöhepunkte waren u. a. die Ausstellung "Perlen und Schandflecke der Altstadt" in der Volkshochschule und das Salbker Filmprojekt "Der Weg nach Magdeburg". Die Trafohäuschen am Eiskellerplatz und am Freizeittreff "Schlecki" wurden mit legalen Graffiti verschönert.

Öffentlichkeitsarbeit

Im April 2005 präsentierten sich die Arbeitsgruppen Gemeinwesensarbeit auf der Messe "Leben 2005" der Öffentlichkeit und informierten über ihre Projekte. Darüber hinaus wurde zusammen mit dem Gesunde-Städte-Büro die "Ideenwerkstatt Gemeinwesensarbeit" durchgeführt.

Die Magdeburger Volksstimme berichtete auf ihren Stadtteilseiten regelmäßig über die Aktivitäten der Arbeitsgruppen.

Initiativfonds Gemeinwesenarbeit

Zur Unterstützung der 124 Stadtteilprojekte im gesamten Stadtteilgebiet nahmen die Arbeitsgruppen 46.828,11 Euro aus dem Initiativfonds Gemeinwesenarbeit in Anspruch. An ihren Projekten und Aktionen beteiligten sich rund 37.500 Magdeburgerinnen und Magdeburger.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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