Zum diesjährigen "Tag des Baumes" laden das Umweltamt und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für den kommenden Dienstag, 25. April 2006, zu einer Informationsveranstaltung ein. Ab 12:00 Uhr wird im Herrenkrug die Schwarzpappel - der "Baum des Jahres 2006" - vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Auf dem Programm stehen interessante Kurzvorträge über die Bedeutung der Schwarzpappel in Magdeburg und deren Kartierung. Zu den Referenten gehören der Leiter der Landesforstverwaltung Peter Wenzel und der stellvertretende Leiter des städtischen Umweltamtes Detlef Schulze. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz und vom Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Wolfgang Braun.
Magdeburg spielt beim Erhalt der Schwarzpappeln eine herausragende Rolle. Etwa ein Viertel der rund 8.000 ausgewachsenen Schwarzpappeln in Deutschland steht in Magdeburg. Der "Baum des Jahres 2006" wächst nur in naturnahen Überschwemmungsbereichen von Flüssen - wie zum Beispiel im Magdeburger Herrenkrug. Zu erkennen ist die einheimische Schwarzpappel an den knorrigen Maserknollen der Äste.
Nicht verwechselt werden sollte die Schwarzpappel mit den Hybrid-Pappeln - eine Kreuzung aus europäischen und nordamerikanischen Pappeln. Diese wächst schneller und hat deshalb in vielen Gebieten die einheimische Schwarzpappel verdrängt.
In Magdeburg wurden die Schwarzpappeln im Auftrag des Umweltamtes kartiert und in einer Datenbank erfasst. Für eine Generhaltungsdatei wurde auch das Geschlecht des jeweiligen Baumes ermittelt. Ziel der Datennutzung ist die Wiederansiedlung der Bäume in Gebieten ohne Schwarzpappeln - wie zum Beispiel im Norden Sachsen-Anhalts im Elbe-Havel-Gebiet.
Zur Vorstellung vom "Baum des Jahres 2006" im wohl schönsten Schwarzpappelgebiet Magdeburgs am kommenden Dienstag, 12:00 Uhr, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Treffpunkt ist an der Elbbrücke "Herrenkrugsteg".
Hintergrundinformationen
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald möchte mit dem jährlichen "Tag des Baumes" das Interesse der Bevölkerung an Bäumen wecken. Die Menschen sollen motiviert werden, Bäume genauer zu betrachten und ihre Veränderungen während der Jahreszeiten wahrzunehmen. Ins Leben gerufen wurde der "Tag des Baumes" am 25. April 1952 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss und auf Anregung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Mit der Ernennung zum "Baum des Jahres" stellt das gleichnamige Kuratorium jährlich einen Baum in den besonderen Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dazu gehören bedrohte oder seltene Baumarten, aber auch Bäume, die eine wichtige landschaftliche oder ökologische Bedeutung haben. "Baum des Jahres" 2006 ist die Schwarzpappel.