Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 27. April 2006

OB Trümper zu geplantem Aufmarsch rechtsradikaler Gruppen am 1. Mai

Magdeburg.

Mit Empörung reagiert Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper auf den geplanten Aufmarsch von Gruppen aus dem rechtsextremen Milieu am Nachmittag des 1. Mai durch die Magdeburger Innenstadt. "Leider ist es ein weiteres Mal nicht gelungen, einen Aufmarsch rechtsradikaler Gruppierungen in unserer Stadt zu verhindern", bedauert Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und mahnt zur Besonnenheit, um öffentliche Ausschreitungen zu verhindern.

Die Polizei wird die Kundgebung des DGB zum Tag der Arbeit, die auf dem Alten Markt stattfindet, abschirmen, um Ausschreitungen zu verhindern. Als Zeichen des Protestes wird die Stadt am Balkon des Rathauses ein Transparent mit der Aufschrift "Millionenfacher Mord - von Nazis verschuldet" anbringen.

"Wohin Fanatismus und Fremdenhass führen, wenn sie Gewalt gegen Andere entfesseln, erleben wir derzeit insbesondere im Nahen Osten", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Auch in der Geschichte unserer Stadt mussten wir leidvoll erfahren, was Krieg und Verfolgung bedeuten können", erinnert das Stadtoberhaupt an die Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945. Die Wunden, die dieser Tag unserer Heimatstadt geschlagen hat, sind bis heute im Stadtbild sichtbar. "Nie dürfen wir deshalb vergessen, was Krieg und Gewalt den Menschen zufügen können. Für geschichtsverfälschendes und radikales Gedankengut darf in unserer Stadt kein Platz sein."

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die ihrem Protest gegen neonazistische und nationalistische Tendenzen Ausdruck geben wollen, um Besonnenheit und Gewaltfreiheit. "Da es leider nicht gelungen ist, eine öffentliche Demonstrationen von Gruppierungen aus dem rechtradikalen Milieu am 1. Mai zu verbieten, müssen wir nun dafür sorgen, dass Ausschreitungen und gewalttätige Auseinandersetzungen, die den ewig Gestrigen ein öffentliches Forum weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bieten würden, verhindert werden."




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Stadt Magdeburg
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