Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 07. Juni 2006

Institutionen unterziehen sich Prüfverfahren zur Familienfreundlichkeit

Familienbewusste Personalpolitik im Test

Magdeburg.

Im Beisein von Sachsen-Anhalts Sozial-Staatssekretärin Prof. Dr. Christiane Dienel haben Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Prof. Klaus Erich Pollmann und der Leiter des Eigenbetriebes Städtische Seniorenwohnanlage und Pflegeheime (SSW) Werner Pfeifer heute eine Vereinbarung zum audit berufundfamilie® unterzeichnet.

Sie erklären darin ihren Willen, sich dem anerkannten Prüf- und Beratungsverfahren der gemeinnützigen Hertie-Stiftung zu unterziehen und ihre Familienfreundlichkeit untersuchen zu lassen. Damit verstärken die Institutionen ihre Bemühungen zur verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Rahmen einer familienbewussten Personalpolitik.

Als Vertreterin der Landesinitiative zur Familienfreundlichkeit begrüßte die Staatssekretärin die Entscheidung von Stadt und Universität zur Teilnahme am Testverfahren: "Wir freuen uns, mit den Magdeburger Bündnispartnern prominente Teilnehmer am Prüfverfahren gewonnen zu haben." Die Familienoffensive des Landes habe durch die Bereitschaft der Magdeburger eine positive Bestätigung erfahren, erläuterte Dienel.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hierzu: "Familienfreundlichkeit ist Zukunftssicherung. Von der Teilnahme am audit erwarten wir eine genaue Analyse der Entwicklungspotenziale familienbewusster Personalpolitik. Ziel ist es, eine tragfähige Balance zwischen betrieblichen Interessen der Institutionen und den familiären Interessen ihrer Beschäftigten zu erreichen."

Im Rahmen des audits wird ein externer, von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung geschulter Experte vorhandene familienfreundliche Angebote für Mitarbeiter erfassen und neue Potentiale aufzeigen. Neben flexibler Arbeitszeitgestaltung im Rahmen von Gleitzeitvereinbarungen, (Tele)Heimarbeit, langfristigen Beurlaubungen mit Rückkehrgarantie, Teilzeitbeschäftigung nach individuellen Wünschen gehören auch umfassende Fortbildungsmöglichkeiten während der Familienphase zur möglichen Angebotserweiterung an die Mitarbeiter.

Die auf die jeweiligen Institutionen abgestimmten Lösungen werden anschließend in eine Gesamtstrategie eingefügt, die unter anderem die unterschiedlichen Lebensabschnitte der Beschäftigten berücksichtigt.

"Wir haben bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Vom audit erwarte ich eine genaue Analyse davon, wo wir stehen und was die nächsten Schritte sind", erläutert der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Prof. Klaus Erich Pollmann.

Die Stadtverwaltung kann von ihren Partnern nur dann Verbesserungen für Familien einfordern, wenn sie selbst als Arbeitgeber vorbildlich agiere, sind sich die Sozialbeigeordnete Beate Bröcker und der für Personal zuständige Beigeordnete Holger Platz einig.

Sozialbeigeordnete Bröcker: "Unser gemeinsamer Entschluss untersetzt abermals, dass es uns mit dem Bündnis für Familie in unserer Stadt ernst ist. Dabei haben wir mit der Universität einen Partner gefunden, der schon jetzt viele Impulse für Familienfreundlichkeit setzt."

Hinweis für die Redaktionen:

Das audit berufundfamilie® ist ein strategisches Managementinstrument zur kontinuierlichen Verbesserung einer familienbewussten Personalpolitik. Nach erfolgter Prüfung und Beratung werden die Einrichtungen/Betriebe von der Hertie-Stiftung mit dem Grundzertifikat zum audit berufundfamilie® ausgezeichnet. Die Projektkoordinatorin für die Hertie-Stiftung in Sachsen-Anhalt ist Dr. Birgitt Koschel.

Im Land Sachsen-Anhalt haben bereits 13 Unternehmen und 2 Verwaltungen, unter anderem das Ministerium für Gesundheit und Soziales, am audit berufundfamilie teilgenommen. Ihre Standorte sind über das ganze Land verteilt. In den familienfreundlichen Einrichtungen arbeiten über 5.000 Menschen. Die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommen überwiegend Frauen zu Gute, weil etwa 80% der Beschäftigten Frauen sind.

Das Magdeburger Bündnis für Familie, dem auch Stadtverwaltung und Universität angehören, wurde am 22. November 2004 von der Stadtverwaltung sowie Vertretern aus Unternehmen, Vereinen, Verbänden, Kirchen und Initiativen gegründet. Die Schirmherrschaft für das Familienbündnis hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper übernommen. Magdeburg gehört damit zu über 200 Kommunen in Deutschland, in denen ein lokales Bündnis für Familie umgesetzt wird.




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