Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute 196 ehrenamtlichen Helfern mehrerer Freiwilliger Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes für ihren Einsatz beim diesjährigen Frühjahrshochwasser gedankt. Während eines Empfangs im Alten Rathaus würdigte das Stadtoberhaupt den besonnenen Einsatz der Hochwasserhelfer.
"Als ehrenamtliche Helfer haben Sie dazu beigetragen, dass Magdeburg die angespannte Hochwassersituation gut überstanden hat", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Mit ihrem Einsatz haben Sie Kraft und Freizeit investiert und somit einen wertvollen Beitrag für Magdeburg geleistet. Dies wissen die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sehr zu schätzen."
Zu den 196 ehrenamtlichen Hochwasserhelfern gehören Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Olvenstedt, Prester, Ottersleben, Südost, Beyendorf-Sohlen, Osterweddingen und Dodendorf sowie vom Orstverein Magdeburg des Technischen Hilfswerkes. Sie hatten während des Hochwassers unter anderem Sandsäcke gefüllt und verbaut und für die Verpflegung der Einsatzkräfte gesorgt (FFW) sowie mit Booten Gastanks im Stadtpark kontrolliert und den Betrieb von Pumpstationen im Bereich des Umflutkanals an der Berliner Chaussee überwacht (THW).
Der durch das Frühjahrshochwasser in Magdeburg verursachte Schaden beträgt rund 917.000 Euro. Am meisten wurde der Stadtpark Rotehorn in Mitleidenschaft gezogen. Mehr als zwei Drittel der Parkanlage waren überflutet, einige Wege wurden vollständig zerstört. Der Schaden im Stadtpark beträgt rund 670.000 Euro.
Hochwasser 2006 in Zahlen:
11.450 Sandsäcke wurden verbaut, u.a.
- zum Ausgleich einer Senke an der Tribüne der Rennbahn im Herrenkrug
- in der Oststraße auf dem Werder
- im Handelshafen
- Im Siek
Für Sickerstellen an den Deichen hatten Berufsfeuerwehr und Helfer von AQB und GISE eine Reserve von 30.000 Sandsäcken angelegt und eingelagert. 120.000 Sandsäcke hat die Berufsfeuerwehr - zusätzlich zu den nach dem Hochwasser im Sommer 2002 eingelagerten - neu gekauft und eingelagert. Vom 30. März bis 11. April waren insgesamt 851 haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren, der städtischen Beschäftigungsgesellschaften AQB und GISE, des THW, des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe und der Stadtverwaltung Magdeburg im Einsatz.
Sechs Personen mussten ihre Wohnungen im Elbweg verlassen, zwei von ihnen kamen privat unter, eine Familie wurde vorübergehend in einer Gastwohnung untergebracht. Außerdem mussten drei Personen im Rotehornpark in Sicherheit gebracht werden.
Beschädigt wurden unter anderem
- Bootshäuser und das Sporthotel im Stadtpark
- fünf Einfamilienhäuser am Kuhanger (drei nur im Kellerbereich)
- drei Einfamilienhäuser am Elbweg
- die Gaststätte Seilerwiesen
- die Parkanlagen im Klosterbergegarten und im Stadtpark
- die Rennbahn im Herrenkrug
Im Kieswerk Rothensee waren zehn LKW, drei Sandsackfüllmaschinen und zwei Radlader im Einsatz, die Feuerwehr setzte darüber hinaus vier LKW, drei Multicars und ein Unimog ein.
Am Bürgertelefon, das vom 4. bis 11. April geschaltet war, gingen rund 1.000 Anrufe ein, davon 700 am ersten Tag.