Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. Juli 2006

Studenten-Ideen für Magdeburgs Domplatz

Magdeburg.

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Landtagspräsident Dieter Steinecke präsentierten heute Ideen für eine Umgestaltung des Magdeburger Domplatzes. Architekturstudenten der Hochschulen Wismar und Leipzig hatten sich in Semesterarbeiten mit dem geschichtsträchtigen Areal befasst.

"Viele Magdeburger wünschen sich mehr Leben auf dem Domplatz", weiß Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Deshalb hatte unser Stadtplanungsamt die Studenten gebeten, Ideen für künftige Nutzungen zu entwickeln." Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn bei der Lösung müssen Belange des Denkmalschutzes und ein bereits vorliegendes Gestaltungskonzept berücksichtigt werden.

Bereits zum Jahresende 2002 hatte der Stadtrat eine Gesamtkonzeption zur Gestaltung des Domplatzes beschlossen. Bausteine dieser Gesamtkonzeption wurden inzwischen umgesetzt, zum Beispiel die Neugestaltung der Seitenbereiche am Dom, vor dem Justizministerium (ehemalige Staatskanzlei) und vor dem Landtag. Die Westseite vor der NordLB und die eigentliche Domplatzinnenfläche wurden, abgesehen von der Adaption eines ottonischen Kirchenbaus, bislang nicht neu gestaltet.

Die beschlossene Gesamtkonzeption sieht für die Domplatzinnenfläche eine ruhige Gestaltung ähnlich dem heutigen Zustand, jedoch mit anderen Materialien (Naturstein) vor. Die Neugestaltung der Innenfläche ist für 2007/2008 geplant. "Da es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen gab, wie der Domplatz stärker belebt werden könnte, hat das Stadtplanungsamt die Hochschulen in Wismar und Leipzig angeregt, sich im Rahmen von Studienarbeiten mit der Neugestaltung des Domplatzes zu befassen", so Stephan Hermann, im Stadtplanungsamt zuständig für Sanierung und Stadterneuerung. "Unsere Intention dabei war, vor Beginn der Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes Anregungen und Ideen zu sammeln, die sich in das bestehende Gesamtkonzept integrieren lassen."

Im zurückliegenden Semester entstanden sehr unterschiedliche Arbeiten und Entwürfe, die im Juni dem Stadtplanungsamt und den eingeladenen Anliegern des Domplatzes vorgestellt wurden.

Das Spektrum der Ergebnisse reicht von einer völligen Neugestaltung des Domplatzes über behutsame Ergänzungen und neue Möblierungen bis hin zu einer Erweiterung des Platzes um den Dom herum. Viele der Ideen lassen sich aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzen. Es gibt jedoch auch Ansätze, die bei den weiteren Planungen einbezogen werden könnten.

 

Hintergrund

Der Domplatz liegt im südlichen Stadtzentrum der Landeshauptstadt Magdeburg innerhalb des Erhaltungssatzungsgebietes "Domplatz/Südliches Stadtzentrum" und stellt einen Denkmalbereich nach § 2 Nr. 2 Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt dar. Der trapezförmige Platz wird im Süden vom Dom, im Westen von den Gebäuden der Nord-LB, im Norden durch das Landtagsgebäude und im Osten durch das Justizministerium (ehemals Staatskanzlei) umgrenzt. Der Domplatz ist von je her der größte Platz der Stadt und ein Ort mit zwei Gesichtern. Einerseits ist er ein Ort der regen Betriebsamkeit, ein Ort für Feste und Feiern mit Volksfestcharakter. Hier fanden Jahrmärkte, Theateraufführungen, öffentliche Predigten und politische Veranstaltungen statt. Die urbane Wiederbelebung des Domplatzes und seine intensive Nutzung für qualitativ hochwertige Veranstaltungen trägt zur Förderung der städtischen Identität der Landeshauptstadt Magdeburg bei. Andererseits war der Domplatz auch immer ein Ort der Stille und der Abgeschiedenheit, da er immer abseits des eigentlichen Stadtgeschehens lag. Er war ein möglicher Ort zum Aufenthalt, zum Sitzen und Lesen unter Bäumen.

Im Zuge der Neugestaltung des Innenplatzes ist beabsichtigt, die nördlichen, östlichen und westlichen Gehwege und Fahrbahnen zu erneuern. Leitthema dabei ist es, die großzügige Weiträumigkeit des Platzes zu erhalten. Auf der Nordseite und der Ostseite sind die dafür nötigen Bauarbeiten bereits erfolgt. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme erfolgt mit Mitteln des Bund-Länder-Förderprogrammes "Städtebaulicher Denkmalschutz".

Die Neugestaltung der Innenfläche soll mit großformatigen Natursteinen erfolgen. In der Baumallee auf der Westseite soll ein ca. 2 m breiter Gehweg aus Natursteinplatten in das vorhandene Polygonalpflaster integriert werden. Um Veranstaltungen zu ermöglichen, müssen drei Senkelektranten für Strom und Wasser bei der Planung berücksichtigt werden, die z.T. schon realisiert wurden.

Bei der Umgestaltung wird zudem die gesamte Beleuchtung des Domplatzes und der angrenzenden Straßen untersucht und bei Bedarf erneuert. Eine Anstrahlung der historisch wertvollen Bausubstanz ist geplant und soll im Zuge der Neugestaltung realisiert werden.




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Stadt Magdeburg
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