Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 02. August 2006

Gerwisch goes Magdeburg?!

Landeshauptstadt und Umlandgemeinde verhandeln über Eingemeindung

Magdeburg.

Der Gemeinderat von Gerwisch hat am 20. Juli einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde Vertragsverhandlungen mit dem Ziel einer möglichen Eingemeindung in die Landeshauptstadt Magdeburg aufnimmt. Bürgermeisterin Karla Michalski wurde beauftragt, die Verhandlungen zu führen. Noch in dieser Woche wird es einen weiteren Vor-Ort-Termin geben: Bürgermeisterin und Gemeindevertreter werden mit Vertretern der Landeshauptstadt Straßen und Sportplatz in Gerwisch inspizieren.

"Der Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates Gerwisch freut uns natürlich sehr", kommentiert Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, der seitens der Landeshauptstadt die Verhandlungen führt, den Beschluss der Gemeinderäte. "Immerhin ist die Ausgangslage für gemeinsame Verhandlungen in der noch freiwilligen Phase der Kommunalreform viel entspannter." Durch das Abstecken von gemeinsamen Zielen können in dieser freiwilligen Phase beide Seiten ihre Vorstellungen in einen Eingemeindungsvertrag einbringen und haben maximale Gestaltungsspielräume als gleichberechtigte Partner.

Gerwisch und Magdeburg sind schon seit Jahresbeginn miteinander im Gespräch. "Im vergangenen Februar kamen Gerwischs Bürgermeisterin Karla Michalski und Vertreter des Gemeinderates nach Magdeburg, um Möglichkeiten einer Eingemeindung zu sondieren," erinnert sich Holger Platz.

Seitdem gab es mehrere Treffen, die Landeshauptstadt hat den Gerwischern die mit Pechau, Randau/Calenberge und Beyendorf-Sohlen einst ausgehandelten Eingemeindungsverträge vorgelegt und am 10. Mai haben die Ortsbürgermeister der drei Ortsteile in Gerwisch über ihre Erfahrungen mit Magdeburg berichtet und Fragen der Gemeinderäte beantwortet. Bei dieser Veranstaltung gehörten auch Bürgermeister bzw. Gemeinderäte aus Woltersdorf, Biederitz, Königsborn und Gübs zu den interessierten Zuhörern.

Die Gerwischer haben inzwischen eine Prioritätenliste ihrer "Wünsche" zusammengestellt und der Stadt übergeben, die Grundlage der weiteren Verhandlungen ist. "Einigkeit besteht bisher darin, dass die 9 Angestellten der Gemeinde von der Landeshauptstadt übernommen werden", fasst Verhandlungsführer Holger Platz die Ergebnisse der bisherigen Gespräche zusammen.

"Auch Grundschule, Kita und Freiwillige Feuerwehr werden Bestand haben. Außerdem wird die Stadt vor Ort Dienstleistungen des Bürgerbüros anbieten - über die Öffnungszeiten müssen wir uns noch verständigen."

Ausgehandelt werden müssen darüber hinaus u.a. die Umbenennung von Straßen im Falle einer Eingemeindung, die Anbindung Gerwischs durch den Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Förderung von Vereinen. Bei einem Ortstermin am Donnerstag dieser Woche werden Verwaltungsfachleute aus Magdeburg gemeinsam mit Bürgermeisterin Karla Michalski und Gemeinderäten die Straßen und den Sportplatz in Gerwisch unter die Lupe nehmen, um den Sanierungsbedarf zu ermitteln. "Solche Vor-Ort-Termine auf der Arbeitsebene werden wir in den kommenden Monaten verstärken", fasst Holger Platz den weiteren Fahrplan zusammen. "Bis zum Jahresende wollen wir einen ausverhandelten Eingemeindungsvertrag vorlegen, der dann durch die politischen Gremien bestätigt werden muss."

Für die Bürger von Gerwisch bereiten beide Verhandlungspartner gegenwärtig ein Informationsblatt vor, in dem Kosten und Gebühren verglichen werden, u.a. für Strom, Gas, Wasser und Abwasser, Kinderbetreuung, Grund- und Gewerbesteuer sowie Müllentsorgung. "Die Gerwischer sollen wissen, was sie im Falle einer Eingemeindung nach Magdeburg erwartet", sind sich Holger Platz und Karla Michalski einig. "Die Bürger von Gerwisch werden auf jeden Fall in die Entscheidung über eine Eingemeindung einbezogen - so will es das Gesetz", erklärt dazu die Bürgermeisterin der Gemeinde nordöstlich von Magdeburg. "In welcher Form und wann - darüber muss der Gemeinderat von Gerwisch entscheiden."




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Stadt Magdeburg
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