Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 30. August 2006

Klosterumfeld erstrahlt in neuem Glanz

Offizielle Freigabe durch OB Dr. Lutz Trümper

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute mit einem symbolischen Scherenschnitt das sanierte Umfeld des Klosters Unser Lieben Frauen offiziell übergeben. Die Baumaßnahme war der letzte Abschnitt zur Aufwertung des touristischen Bereiches zwischen Dom, Kloster und Regierungsstraße. Hier wurden in den vergangenen drei Jahren rund 5,4 Millionen Euro investiert.

"Nach rund 18 Monaten Bauzeit erstrahlt das Umfeld unseres Klosters in neuem Glanz", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper über die beendeten Bauarbeiten rund um das Gebäude aus der Romanik. "Damit ist das Kloster jetzt noch stärker als historisches Bauwerk erlebbar. Mit der neuen TouristenInfoStelle bietet das Areal den Gästen unserer Stadt alle wichtigen Informationen für dieses touristisch bedeutende Gebiet am Schnittpunkt der Straße der Romanik."

In die Sanierung des Klosterumfeldes wurden etwa 1,3 Millionen Euro investiert. Der größte Teil, rund 869.000 Euro, kam aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz. 435.000 Euro stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA).

Das Gelände rund um das Kloster Unser Lieben Frauen wurde komplett neu gestaltet und an einigen Stellen um bis zu zwei Meter abgesenkt Alte Wege wurden saniert, neue Wege aus Natursteinpflaster gebaut. Zur Neuordnung der Wegebeziehungen gehört auch die Anbindung an den Gouvernementsberg und die Reisebusstation. Noch notwendige Restarbeiten erfolgen in den kommenden Wochen.

Östlich des Klosters wurde für etwa 430.000 Euro eine TouristenInfoStelle errichtet. In dem 110 Quadratmeter großen Pavillon starten künftig für die an der Reisebusstation ankommenden Touristen die Stadtrundgänge der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT). Auch Informationsveranstaltungen sind dort geplant.

Die Baumaßnahme rund um das Kloster war der letzte Abschnitt zur Aufwertung des touristischen Bereiches zwischen Dom, Kloster und Regierungsstraße. Seit Dezember 2003 wurden hier rund 5,4 Millionen Euro investiert. Den Grundsatzbeschluss dazu hatte der Stadtrat 2002 gefasst. Zu den Einzelmaßnahmen gehörten neben der Neugestaltung des Klosterumfeldes auch die Sanierung der Großen Klosterstraße, der Bau der Reisebusstation, der Abriss des Treppenhauses am Ostgiebel des Klosters, die Neugestaltung der Regierungsstraße und der Bärstraße, die Errichtung einer öffentlichen Toilette in der Fürstenwallstraße und die Umgestaltung der verlängerten Leiterstraße.

Hintergrundinformationen zu den früheren Einzelmaßnahmen

Große Klosterstraße (2003 bis 2004)

Die 212 Meter lange Straße wurde umfassend ausgebaut. Im Bereich der freistehenden Mauerreste erfolgte die Einengung der Fahrbahn auf 4,75 Meter. Im Zuge der Baumaßnahme entstanden 15 Parkplätze. Das gesamte Straßenbauvorhaben wurde durch die Installation einer neuen Beleuchtungsanlage (elf Leuchten vom Typ "Altstadtleuchte Magdeburg") komplettiert.

Reisebusstation (2004)

Die Reisebusstation in der Fürstenwallstraße bietet Platz für insgesamt sieben Reisebusse. Im Rahmen der Bauarbeiten wurde die Fürstenwallstraße auf sechs Meter verbreitert, damit Reisebusse ohne Probleme aneinander vorbeifahren können. Für Touristen stehen neben den Busstellplätzen Warteflächen zur Verfügung, die auch die Belange von Behinderten berücksichtigen. In Höhe des ehemaligen Bahngebäudes wurde zur optimalen Verkehrsanbindung der Busstation eine neue Ausfahrt zum Schleinufer geschaffen. Der größte Teil der Investitionssumme von rund 340.000 Euro wurde aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" finanziert.

Abriss des Treppenhauses am Ostgiebel des Klosters (2005 bis 2006)

Der Abriss des Treppenhauses war Voraussetzung für die Neugestaltung der Flächen rund um des Klosters. Durch die Schließung des Ostgiebels mit einem Fenster erhielt das Kloster seine ursprüngliche Ansicht aus Richtung Elbe zurück. In diese Einzelmaßnahme wurden rund 93.000 Euro investiert.

Südabschnitt der Regierungsstraße (2004)

Der rund 880 Meter lange Südabschnitt der Regierungsstraße ist vor dem Westportal des Klosters um 1,10 Meter abgesenkt und mit geschnittenem Granit gepflastert worden. Auch der Fußweg erhielt eine Granitpflasterung. Der Städtische Abwasserbetrieb verlegte während der Bauarbeiten einen neuen Regenwasserkanal. In die Sanierung des südlichen Abschnitts der Regierungsstraße wurden rund 415.000 Euro investiert. Davon kamen etwa 320.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Der Differenzbetrag wurde aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" finanziert.

Regierungsstraße Nord/Bärstraße (2004 bis 2006)

Ziele der Baumaßnahmen in diesem Bereich waren die Neugestaltung der Eingangssituation zur Regierungsstraße sowie die Schaffung von zusätzlicher Baufläche für Wohn- und Geschäftshäuser, um die Achse zwischen dem historisch-bürgerlichen Zentrum (Alter Markt) und dem geistlichen Zentrum (Domplatz) durch Gewerbe zu stärken. Ein Flachbau wurde abgerissen, umfangreiche Leitungsverlegungen von den SWM vorgenommen und die Grundstücksverhältnisse neu geordnet. Nach Abschluss der derzeitigen privaten Baumaßnahmen erfolgen die Pflasterarbeiten und Pflanzarbeiten zwischen Goldschmiedebrücke und Regierungsstraße.

Durchgang vom Breiten Weg zum Kloster/verlängerte Leiterstraße (2005 bis 2006)

Insgesamt sind in dieser Baumaßnahme in zwei Bauaufträgen knapp 296.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur verbaut worden. Mit der Neugestaltung des Durchgangs vom Breiten Weg zum Kloster wurde ein Teil der Achse zwischen Hauptbahnhof und Kloster gestalterisch und funktional aufgewertet. Dabei wurde die touristische Bedeutung dieser Wegebeziehung, die am Hundertwasserhaus vorbei zum Elbufer führt, besonders berücksichtigt. Das Blaue Band im Pflaster weist Einheimischen und Gästen den Weg zur Elbe.

Öffentliche Toilette (2005)

In den Bau einer öffentlichen Toilette in der Fürstenwallstraße wurden rund 100.000 Euro investiert. Damit steht den Besuchern der Landeshauptstadt und den Magdeburgern im unmittelbaren Umfeld von Dom und Kloster eine moderne Sanitäreinrichtung zur Verfügung.

 

Hintergrundinformationen zum Kloster

Das Kloster Unser Lieben Frauen

Das Kloster ist eine der bedeutendsten Stationen der Straße der Romanik. Es wurde um 1017 durch Erzbischof Gero gegründet. Ab 1063/64 ließ Erzbischof Werner den ursprünglichen Bau durch die heute noch erhaltene dreischiffige Basilika ersetzen. Sie wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gotisch gewölbt und wird seit 1977 als Konzerthalle genutzt. Durch die Prämonstratenser erfolgte ab 1129 die Fertigstellung der Klosteranlage, deren Kern mit Kirche und Kreuzgang bis heute erhalten blieb. An der Existenz der Schule (1698 - 1928) im 1834 säkularisierten Kloster erinnert vor allem die über 22.000 Bände umfassende historische Bibliothek.

Im Innenhof zieht die Tonsur mit ihrem markanten, steinernen Kegeldach die Blicke auf sich. Sie wurde nach dem Vorbild französischer Brunnenhäuser errichtet. Eine Seltenheit der Klosterarchitektur stellen ferner die drei tonnengewölbten Räume im Nordflügel dar. Darin sind Werke der Sammlung des 1974 eröffneten Kunstmuseums zu sehen. Es ist heute, nicht zuletzt durch seine viel beachteten Ausstellungen, der wichtigste Ort für die Präsentation zeitgenössischer Kunst in Sachsen-Anhalt.




[Drucken]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de