Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 04. September 2006

Erster Spatenstich für Grabensystem in Pechau

Hochwasserschutz in Ostelbien wird ausgebaut

Magdeburg.

Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz hat heute gemeinsam mit der Verbandsvorsteherin des Unterhaltungsverbandes Ehle/Ihle Erika Krüger, Ortsbürgermeister Prof. Adolf Lingner und dem Geschäftsführer der Westhavelländischen Baugesellschaft mbH Hartmuth Badke in Pechau/Zipkeleben den Aus- und Neubau eines Grabensystems gestartet. Die Arbeiten sind Teil der Hochwassernachsorge im ostelbischen Stadtgebiet.

Mit dem geplanten Aus- und Neubau von ca. 2100 Meter Gräben sowie dem Rückbau von Verlandungen und der Ertüchtigung von Durchlässen soll in Pechau ein durchgängiges hydraulisches System vom Lieschenkolk bis zum Zipkeleber See geschaffen werden. "Dadurch wird bei Hochwasser die Ableitung des Wassers aus dem Polder ermöglicht", nennt Holger Platz den Grund der Baumaßnahmen. "Das heute mit dem ersten Spatenstich gestartete Bauvorhaben ist Teil der Maßnahmen zur Hochwassernachsorge, die wir aus der Hochwasserstudie für den ostelbischen Raum aus dem Jahre 2004 abgeleitet haben."

Beim Elbehochwasser im August 2002 und im Januar 2003 war es in Ostelbien - bedingt durch erhöhte Grundwasserstände infolge des Hochwassers und starke Niederschläge - zu extremen Vernässungen gekommen, die zur Beschädigung von Gebäuden und Infrastruktur geführt hatten.

"Da wir eine Vernässung gefährdeter Gebiete durch hohe Grundwasserstände und/oder extreme Niederschläge nicht verhindern können, wollen wir versuchen, den Abfluss des Wassers innerhalb des Deichsystems zu beschleunigen und so die Gefährdung für Gebäude und Anlagen reduzieren," erläutert Holger Platz die Strategie der Stadt. "Durch die jetzt begonnenen Maßnahmen wird die hydraulische Gesamtsituation des Polders erheblich entspannt."

Die Kosten für diese erste Einzelmaßnahme des Gewässeraus- und -neubaus betragen rund 0,8 Mio. Euro und werden durch die Landeshauptstadt finanziert. Insgesamt sind für den Ausbau des Hochwasserschutzes in Magdeburg Investition von ca. 10 Mio. Euro vorgesehen.

Der Grabenausbau in Pechau erfolgt in zwei Bauabschnitten. Zunächst werden ca. 520 Meter Entwässerungsgräben in Pechau an der Hauptstraße zwischen "Breite Straße" und "Am Kanal" bis zur "Wiese" neu- und ausgebaut. Damit wird gleichzeitig die Voraussetzung für den Straßenausbau in Pechau im kommenden Jahr gelegt. Der zweite Bauabschnitt liegt am Ortsrand und soll den hydraulischen Verbund der Gewässer um Pechau-Zipkeleben wieder herstellen. Hier wird durch den Gewässeraus- und -neubau von ca. 1550 Metern ein hydraulischer Verbund zwischen Lieschenkolk bis zum Zipkeleber See realisiert.

Abgeschlossen werden die Bauarbeiten in Pechau voraussichtlich im Dezember 2006. Weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz wie die Errichtung eines Siels am Zipkeleber Gutsteich, der Aus- bzw. Neubau des Grabensystems im Bereich der Furtlake sowie die Errichtung eines Schöpfwerkes am Steingrabensiel sind in den kommenden Jahren geplant.




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