Im Industriegebiet Magdeburg-Rothensee brennt seit heute morgen 4.00 Uhr das Außenlager eines Recycling-Unternehmens. Auf der 150x50 Meter großen Fläche lagern Kunstoff-Pressballen, die in Brand geraten sind. Die Feuerwehr konnte die Rauchentwicklung inzwischen eindämmen. Für die Bevölkerung besteht keine akute Gefahr.
Die Magdeburger Feuerwehr ist weiterhin mit drei Löschfahrzeugen und ca. 70 Kräften im Einsatz. "Am Vormittag hat die Feuerwehr durch den Einsatz von Löschwasser die Rauchentwicklung deutlich eindämmen können", fasst der Leiter des inzwischen einberufenen Stabes für außergewöhnliche Ereignisse, Holger Platz, die aktuelle Situation zusammen. "Das Pumpenhaus der Städtischen Werke konnte gesichert werden, so dass die Abwasserentsorgung stabil funktioniert."
Messungen des Mobilen Labors des Institutes der Feuerwehr Heyrothsberge haben keine signifikante Schadstoffbelastung für die Region ergeben. Diese Einschätzung wurde durch unabhängig durchgeführte Messungen des Ohrekreises bestätigt. "Die Rauchwolke zieht in Richtung Norden ab", so Holger Platz. "Für die Bevölkerung der Region besteht keinerlei Gefahr durch Giftstoffe. Allerdings sind deutliche Geruchsbelästigungen wahrnehmbar." Der Einsatzleiter empfiehlt deshalb, in den betroffenen Gebieten weiterhin Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Landeshauptstadt Magdeburg hat unterdessen ein Bürgertelefon geschaltet. Unter der Rufnummer 0391/540 77 77 können sich Bürgerinnen und Bürger über die aktuelle Situation informieren. Die Rufnummer ist heute bis 20.00 Uhr geschaltet.
Die Feuerwehr bereitet unterdessen die Brandbekämpfung mit Schaum und Gel vor. Spezialtechnik und Schaummittel sind nach Magdeburg unterwegs. Wegen der Ausmaße des Brandes rechnet die Feuerwehr mit einem Einsatz von drei bis fünf Tagen bis zur endgültigen Löschung des Feuers.
Hinweis für Medienvertreter:
Die Pressestelle ist ab sofort auch unter der Rufnummer 0151/55 96 08 36 erreichbar. Außerdem informieren wir aktuell auf der Startseite unserer Homepage www.magdeburg.de.