11. Oktober 2006
"Ich bin über die Äußerungen von Herrn Stern, die unsere Bürgerinnen und Bürger in den ostelbischen Stadtteilen - insbesondere Cracau - sehr verunsichern, äußerst verärgert" lässt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper seiner Empörung freien Lauf.
Bei der angesprochenen Versammlung handelte es sich um eine Veranstaltung der CDU, auf der auch Frau Ministerin Wernicke anwesend war und ihre Unterstützung zugesagt hatte. "Hier muss klar gesagt werden", fährt Dr. Trümper fort, "dass allein das Land verpflichtet und gefordert ist, sämtliche Pflegemaßnahmen zum Hochwasserschutz in den Flussläufen vorzunehmen." Sich zu Bergen anhäufende Sedimentablagerungen, zu Wäldern heranwachsende Baumgruppen sowie Ablagerungen jeglicher Art im Flussbett der Alten Elbe sind deshalb vom Land zu beseitigen und entsprechende Maßnahmen umgehend zu veranlassen. "Ich bin nicht länger gewillt, mir hierfür - von wem auch immer - den Schwarzen Peter zuschieben zu lassen" betont Magdeburgs Stadtoberhaupt.
Für die der Hochwassernachsorge dienenden Maßnahmen wie die Anlage und Pflege von Abflussgräben und -systemen oder auch die Errichtung bestimmter Siele ist auf ihrem Stadtgebiet die Landeshauptstadt Magdeburg verantwort-lich. Durch die Stadt werden unter dem Titel Hochwasserschutz Maßnahmen zur Umsetzung der Hochwasserstudie "Ostelbien" geführt. Dabei geht es in diesem Jahr um den Gewässerausbau in und um Pechau-Zipkeleben als erste Teilmaßnahme zur Hochwassernachsorge im ostelbischen Raum. Diese soll im Jahr 2007 durch die Errichtung eines Siels am Zipkeleber Gutsteich abgeschlossen werden. Im Haushaltsentwurf für 2007 sind trotz der bekannten Finanzsituation der Stadt 500.000 Euro für die vorgenannte Baumaßnahme eingeplant. Des Weiteren sind in den kommenden Jahren Hochwassernach-sorgemaßnahmen entlang des Furtlakegrabensystems zwischen Prester (Klusdamm) bis zur Einleitung der Furtlake am Steingrabensiel in den Umflutkanal geplant.
"Ich fordere Herrn Stern deshalb auf, solche unzutreffenden Äußerungen zu unterlassen und sich statt dessen bei der Ministerin für die Einhaltung ihrer Zusagen einzusetzen. " schließt Magdeburgs Oberbürgermeister.