Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 07. November 2006

Konradin löst den Tannhäuser ab - Codex Manesse erneut umgeblättert

Magdeburg - Ein weiteres prachtvolles Blatt des Codex Manesse ist ab Mittwoch, den 8. November in der großen Mittelalterschau "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" zu sehen, die noch bis 10. Dezember im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt wird. Das "schönste Buch des Mittelalters" wird erneut umgeblättert. Anstelle der Seite mit dem Tannhäuser wird dann die Darstellung des letzten Staufers Konradin aufgeschlagen.

Die kostbare Handschrift, die nach ihrem heutigen Aufbewahrungsort auch "Große Heidelberger Liederhandschrift" genannt wird, wird erstmals seit über 15 Jahren wieder öffentlich gezeigt. Es handelt sich um die bedeutendste Überlieferung des deutschen Minnesangs. Insgesamt sind darin 137 mittelalterliche Dichter, zumeist mit ihren Instrumenten und ihren Liederblättern, dargestellt.

Von Konradin, dem Sohn König Konrad IV., sind zwei Minnelieder überliefert. Konradin regierte nur wenige Jahre als Herzog von Schwaben und König von Jerusalem und Sizilien, bis er als Sechzehnjähriger 1268 in Neapel hingerichtet wurde. Das Bild im Codex Manesse zeigt den jungen König mit einem Begleiter. Vermutlich ist dies Markgraf Friedrich von Baden, der mit Konradin befreundet war und wie er den Tod in Neapel fand. Beide sind bei der Falkenjagd dargestellt, die als das edelste und höchste ritterliche Vergnügen neben dem Minnesang galt.

Die Konradin-Seite wird ca. drei Wochen lang in der Ausstellung zu sehen sein, im Anschluss daran soll die berühmte Darstellung Walthers von der Vogelweide aufgeschlagen werden.

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