Magdeburg.
Angesichts der in dieser Woche stattfindenden Synoden der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelisch Lutherischen Kirche in Thüringen hat sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper nochmals für den Erhalt des Kirchenamtes und des Bischofssitzes in Magdeburg ausgesprochen.
"Ich respektiere, dass beide Kirchenparlamente eine schwierige Entscheidung zu treffen haben", so der Oberbürgermeister. "Darum ist es wichtig, die Bedeutung und die Folgen der anstehenden Entscheidung für Magdeburg hervorzuheben."
Bei einem Gespräch mit Bischof Axel Noack und mit der Präsidentin des Kirchenamtes, Brigitte Andrae, hatte der Oberbürgermeister am 7. Juni dieses Jahres auf die ausgezeichneten Standortbedingungen der obersten Kirchenverwaltung in Magdeburg hingewiesen und die Bedeutung des Bischofssitzes für die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts unterstrichen. Im Gepäck hatte Dr. Trümper einen einstimmig gefassten Beschluss des Magdeburger Stadtrates, der den OB bei seinen Bemühungen unterstützt. Bischof und Präsidentin kündigten damals eine Entscheidungsfindung auf der Grundlage eines Gutachtens an.
Dr. Trümper stellt nun fest: "Heute, wo das in Auftrag gegebene Gutachten offensichtlich Magdeburg als Vorzugsstandort ausweist, ist es für mich unverständlich, dass der Wegzug des Kirchenamtes aus Magdeburg und die Neuansiedlung in Erfurt in den Synoden zur Diskussion gestellt werden soll. Das wäre für Magdeburg ein nicht nachvollziehbarer und unverständlicher Verlust einer auch für das Land wichtigen Behörde."
Von der Mitarbeitervertretung des Kirchenamtes Magdeburg wurde der Oberbürgermeister zudem aktuell über die schwerwiegenden Folgen für die Mitarbeiterschaft bei einer Verlagerung des Amtes informiert. Dabei äußerte Dr. Trümper Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter, die den Wegfall ihrer Arbeitsplätze befürchten. "Gerade jetzt ist es wichtig, um jeden Arbeitsplatz in unserer Stadt und in unserer Region zu kämpfen", erklärte der OB angesichts der angespannten Arbeitsmarktsituation in der Landeshauptstadt.
Die Synodalen bittet OB Dr. Trümper, bei ihrer Entscheidung die negativen Folgen eines Wegzugs des Kirchenamtes und auch des Bischofs aus Magdeburg zu bedenken und auf die Vorteile des Standortes Magdeburg zu setzen. Der Oberbürgermeister erneuerte sein durch den Stadtrat voll mitgetragenes Angebot, alles für den Erhalt des Kirchenamtssitzes und des Bischofssitzes in der Landeshauptstadt Magdeburg zu tun.