Magdeburg.
Die AG "Behinderte Menschen in Magdeburg" trifft sich am nächsten Donnerstag, dem 23. November 2006 um 13.30 Uhr zu ihrer 31. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.
Auf der Tagesordnung stehen regelmäßig Fragen der Barrierefreiheit des öffentlichen Verkehrsraums, des Personennahverkehrs und öffentlicher Gebäude in Magdeburg. Dazu ist diesmal Magdeburgs neuer Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Jörn Marx eingeladen.
Den Mitgliedern der AG geht es darum, wie künftig die Belange vieler behinderter und älterer Menschen im Magdeburger Baugeschehen und im städtischen Verkehr bereits in der Planungsphase besser berücksichtigt werden können, um vorhandene Barrieren für behinderte Menschen abzubauen und neue zu vermeiden.
"Es kommt immer wieder vor, dass auch bei Neubauten und Rekonstruktionen sowie planerischen Entscheidungen die Belange einer barrierefreien Gestaltung unzureichend berücksichtigt werden", meint Magdeburgs Behindertenbeauftragter Hans-Peter Pischner und verweist auf die für Rollstuhlfahrer nicht zugängliche Dachterrasse des neuen Alleecenter-Parkdecks und unzulängliche Zugangsmöglichkeiten wichtiger öffentlicher Gebäude wie z.B. der Volkshochschule.
Unbefriedigend seien trotz mancher Fortschritte häufig auch Verkehrslösungen, wenn sie behinderten Menschen die Teilnahme am Straßenverkehr eher erschweren und ihre Mobilität einschränken. Dies gilt u.a. für sogenannte "Kleine Kreisverkehre", Ampeln ohne akustische Signalisierung, fehlende Absenkungen für RollstuhlfahrerInnen oder nicht voneinander abgegrenzte Geh- und Radwege.
Ein weiteres Thema wird das von der EU für 2007 ausgerufene Europäische Jahr der Chancengleichheit sein.
An der AG Behinderte beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.
In Magdeburg leben fast 19.000 schwerbehinderte Menschen. Weit über 1.000 von ihnen sind ständig oder zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Weitere rund 10.000 BewohnerInnen der Landeshauptstadt sind gehbehindert oder anderweitig in ihrer Mobilität wesentlich eingeschränkt. Mehr als 5.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger sind pflegebedürftig.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342
E-Mail: behindert@magdeburg.de
Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043 zu erreichen. Sprechzeit i.d.R. Dienstag 9-12 und 14-17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.