Landkreis Leer | Presseinformation

Wichtige Weichenstellungen in der Krankenhaus-Landschaft

Aufsichtsrat der Kreiskrankenhaus Leer gGmbH macht Weg frei für dauerhafte Sicherung des Rheiderland-Krankenhauses

01. Februar 2007. Während bundesweit darüber diskutiert wird, dass unprofitable Krankenhäuser geschlossen werden müssen, geht das Kreiskrankenhaus Leer zukunftsweisende Schritte, um die flächendeckende Versorgung mit Gesundheitsleistungen im Kreis Leer zu sichern. Nach Mitteilung von Landrat Bernhard Bramlage hat der Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses wichtige Weichenstellungen vorgenommen.

Nach der Übernahme der Geschäftsführung des Rheiderland-Krankenhauses in Weener im letzten Jahr hat nun der Aufsichtsrat der Kreiskrankenhaus Leer gGmbH die mehrheitliche Übernahme der Gesellschaftsanteile an der Krankenhaus Rheiderland gGmbH in Weener beschlossen. Damit sind jetzt nach Aussage von Bramlage die Weichen für eine dauerhafte Partnerschaft und für eine Sicherung des Standortes Weener gestellt. Beim Rheiderland-Krankenhaus war die Möglichkeit zur Übernahme der Geschäftsanteile in einer Mitgliederversammlung im letzten Sommer freigemacht worden. Zwischen den beiden Krankenhausträgern müssen nun weitere Details geklärt werden, wie beispielsweise zu dringend erforderlichen Investitionen in Weener und zur Sicherstellung der medizinischen Leistungsangebote.

Der Aufsichtsrat des Leeraner Kreiskrankenhauses und der neue Vorstand des „Allgemeiner Krankenhausverein für das Rheiderland in Weener“ haben gestern ein Gespräch zur weiteren Zusammenarbeit geführt. Im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit beabsichtigt das Kreiskrankenhaus, neben der internistischen Versorgung auch die chirurgische Versorgung der Bevölkerung im Rheiderland sicherzustellen. Durch diese Partnerschaft entsteht die chirurgische Klinik Leer-Weener mit nahezu 100 Betten und 4 000 stationär sowie 8 000 ambulant versorgten Patienten im Jahr.

Um die stationäre chirurgische Versorgung auf hohem Niveau zu sichern und der steigenden Zahl von ambulanten Patienten Rechnung zu tragen, müssen nach Aussage des Geschäftsführers der beiden Krankenhäuser Holger Glienke zusätzliche inhaltliche Schwerpunkte etabliert werden. Dazu wird nach der Entscheidung des Aufsichtsrates eine weitere Schwerpunktbildung im Bereich der Wirbelsäulen-Chirurgie erfolgen. Dies soll mit der Einstellung von Dr. med. Hamid Afshar zum 1. April realisiert werden. Der Facharzt ist bereits seit zwei Jahren im Landkreis Leer tätig. Mit seiner Einstellung konnte das Kreiskrankenhaus seine beabsichtigte Abwanderung ins Ausland verhindern, sodass dem Landkreis Leer ein anerkannter Facharzt für Wirbelsäulen-Chirurgie erhalten bleibt. Glienke sieht in der Schwerpunktbildung auf diesem Sektor eine zukunftsweisende Ausrichtung der Chirurgie. Durch neue Operationmethoden und -techniken weist dieser Bereich erhebliche Zuwachsraten auf und wird damit in den nächsten Jahren in vielen Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung zum chirurgischen Basisangebot gehören.

Mit den Entscheidungen des Aufsichtsrates der Kreiskrankehaus Leer gGmbH geht im Bereich der von Klinikdirektor Dr. med. Raimund Ulitzka geführten chirurgischen Klinik Leer(-Weener) eine weitere wichtige Weichenstellung zur Sicherung des Standortes Weener einher: Die Gefäßchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Martin Winther soll vom Kreiskrankenhaus Leer weitgehend nach Weener verlagert werden. Der Gefäßchirurg vom Kreiskrankenhaus wird damit gemeinsam mit dem für den Bereich der endoprothetischen Chirurgie in Weener verantwortlichen Chefarzt Dr. med. Gustav Möller den chirurgischen Standort Weener führen.

Nachdem die akute Insolvenzgefahr in Weener abgewendet werden konnte und sich die medizinische Neuausrichtung abzeichnet, muss nun ein Weg gefunden werden, wie die Gebäudesubstanz am Standort Weener in einen zeitgemäßen Standard versetzt werden kann. Dazu hält das Kreiskrankenhaus Leer erhebliche Investitionen in Weener in den nächsten Jahren für unerlässlich. Da diese im Rahmen der Partnerschaft im Wesentlichen nur durch das Kreiskrankenhaus geleistet werden können, müssen zunächst zwischen den beiden Trägern die dafür notwendigen Rahmenbedingungen geklärt werden. Dabei zeichnet sich nach Aussage von Bramlage und Glienke bereits ein Weg ab, der jedoch keinesfalls notwendige Investitionen in Personal- und Sachmittel am Standort Leer in Frage stellt.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer

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Bernhard Bramlage, Landrat


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