23. April 2007.
Faszination, Entzücken, Interesse, Angst oder gar Abscheu - Spinnen wecken beim Betrachter die unterschiedlichsten Gefühle. Welche enorm hohe Anziehungskraft von den kleinen behaarten Geschöpfen ausgeht, spiegelt sich zurzeit in den Besucherzahlen des Kasseler Naturkundemuseums eindrucksvoll wider.
Seit ihrer Eröffnung am 2. März bis zum 15. April 2007 haben insgesamt 26.233 Interessierte die Ausstellung im Ottoneum besucht; allein im Monat März waren es 18.633 Personen. Das ist, laut Auskunft des Naturkundemuseums, die größte Besucherzahl für einen Einzelmonat seit Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 1997.
Zum Vergleich: Das Mittel der vergangenen neun Jahre liegt bei 3.078 Besuchern pro Monat, wobei natürlich neben der Attraktivität der Dauer- und Sonderausstellungen stets auch Kriterien wie Jahreszeit, Wetter oder Ferientermine eine Rolle spielen.
Noch bis zum Internationalen Museumstag, Sonntag, 20. Mai, wird die Lebendschau "Faszinierende Welt der Spinnen" im Naturkundemuseum präsentiert. In über 30 Terrarien mit unterschiedlichen Arten werden neben der größten Spinne der Welt, der Brasilianischen Vogelspinne, und der so genannten Schwarzen Witwe, gewaltige Hundert- und Tausendfüßler sowie der riesige afrikanische Skorpion Pandinus Imperator gezeigt.
Besondere Highlights der Ausstellung sind die öffentlichen Fütterungstermine der Spinnen. Spinnen als wechselwarme Tiere benötigen nur in größeren Abständen überhaupt Nahrung. Aus diesem Grunde sind die Vorführungen nur selten möglich.
Nächster Termin ist Mittwoch, 25. April, 17 Uhr. Damit dies vom Publikum detailliert betrachtet werden kann, wird im Vortragssaal des Museums die Fütterung per Videokamera und Beamer zu sehen sein.
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