Magdeburg.
Die Landeshauptstadt Magdeburg beteiligt sich zum fünften Mal am bundesweiten Wettbewerb Entente Florale "Unsere Stadt blüht auf". Mit der Pflanzung von Stauden an der Halberstädter Straße geben morgen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sowie Jugendliche der Hugo-Kükelhaus-Schule den symbolischen Startschuss für die diesjährige Wettbewerbsteilnahme. Die Stauden hatte Magdeburg bei einer Umfrage von Entente Florale Deutschland gewonnen.
"Mit der diesjährigen Teilnahme wollen wir unsere früheren Erfolge untermauern und der Jury erneut beweisen, dass Magdeburg als grüne und naturnahe Stadt viele Facetten hat", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Mit rund 1.400 Hektar öffentlichen Grünflächen haben wir beste Voraussetzungen, um die Attraktivität der Landeshauptstadt bei dem Wettbewerb wieder unter Beweis zu stellen."
Die Stauden im Wert von 225 Euro werden im Beisein von Rüdiger Kirsten, Mitglied des Komitees Entente Florale Deutschland, auf der Grünfläche Halberstädter Straße/Jordanstraße gepflanzt. Die vom Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) bewirtschaftete Staudenfläche wurde 1994 von der Gartenarchitektin Petra Pelz entworfen.
Die Schule für Geistigbehinderte "Hugo Kükelhaus" ist eine der Stationen, die die Jury im Juli bei ihrem Besuch in Magdeburg bewertet. Beim Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" 2004 war die Bildungseinrichtung mit einem Sonderpreis der damaligen Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, ausgezeichnet worden.
In diesem Jahr ist die Wettbewerbsjury am 10. und 11. Juli zu Gast in Magdeburg. Nach dem vom Stadtplanungsamt entwickelten Wettbewerbskonzept präsentieren Mitarbeiter mehrerer städtischer Ämter und des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg sowie weitere Akteure von Verbänden und Institutionen die Elbestadt von ihrer grünsten und schönsten Seite. In ihrer Bewerbung hat die Landeshauptstadt verschiedene Schwerpunktthemen gesetzt, die der aus acht Personen bestehenden Jury an konkreten Beispielen erläutert werden.
Stationen der Jury sind neben der Hugo-Kükelhaus-Schule unter anderem die Kaserne Mark, die Glacisanlagen, die Kleingartenanlage Reform V, die im vergangenen Jahr Sieger eines Wettbewerbes der Magdeburger Kleingartenvereine wurde, die Gartenstadt Reform, das Gewerbegebiet Hopfengarten, das Baumlabyrinth und die "Grüne Mitte" in Buckau, die Bürgersolaranlage auf der Grundschule "Salbke", der Stadtpark Rotehorn, der Fürstenwall, der Möllenvogteigarten, das Haus der Romanik und der Elbauenpark.
Im Anschluss an die Tour der Jury durch Magdeburg – am 11. Juli gegen 17:50 Uhr – wird deren Vorsitzender Dirk Pulfrich ein erstes Resümee der Bewertungskommission zur Teilnahme Magdeburgs am diesjährigen Wettbewerb ziehen. Die Juroren bewerten neben dem öffentlichen Bereich wie Grünflächen, Straßenbegleitgrün sowie Park- und Freizeitanlagen auch den privaten Bereich wie die Fassadenbegrünung sowie Haus- und Vorgärten. Im gewerblichen Bereich wird das Engagement von Vereinen, Interessenverbänden und der Wirtschaft beurteilt. Weitere Punkte kann eine Kommune für besondere Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie für den Gesamteindruck erhalten.
Die Siegerstadt – im vergangenen Jahr war es Mainz – wird am 21. August 2007 in Mainz bekannt gegeben. Sie vertritt die Bundesrepublik Deutschland 2008 beim Europawettbewerb "Entente Florale". Insgesamt stellen sich in diesem Jahr 24 Städte und Gemeinden der Jury. Deren Mitglieder besuchen im Juli alle teilnehmenden Kommunen, um auf der Grundlage eines Kriterienkataloges Punkte zu vergeben, die einen Vergleich der Städte untereinander ermöglichen.
In den vergangenen Jahren hat Magdeburg eine Goldmedaille (2002) und drei Silbermedaillen (2003 bis 2005) sowie mehrere Sonderpreise gewonnen. Magdeburg ist bundesweit die einzige Großstadt, die sich kontinuierlich an dem Wettbewerb beteiligt.
Hintergrundinformationen zum Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"
Mit dem Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" möchte die Tochtergesellschaft des Zentralverbandes Gartenbau "Entente Florale Deutschland" die nachhaltige Stadtbegrünung fördern und damit mehr Lebensqualität im öffentlichen, privaten und gewerblichen Bereich schaffen. Weitere Ziele sind die Gestaltung sowie der Erhalt l(i)ebenswerter Städte und Gemeinden, der Schutz von Natur und Umwelt im besiedelten Raum, die Förderung von Handel und Gewerbe durch die Schaffung von vielfältigen, lebendigen Innenstädten und die Unterstützung des Engagements von Bürgern und Bürgergruppen.
An dem Wettbewerb beteiligen sich in diesem Jahr neben Magdeburg folgende Städte und Gemeinden: Amberg, Bad Pyrmont, Bad Sassendorf, Bitterfeld, Burgkirchen a.d. Alz, Düsseldorf, Guben, Herten, Kronach, Ladenburg, Lübbenau, Mannheim, Meerane, Neuenburg am Rhein, Philippsburg, Premnitz, Ratingen, Saarbrücken, Seelow, Vaterstetten, Vilshofen, Wangen im Allgäu und Wunsiedel. Der Wettbewerb fand erstmals im Jahr 2001 statt und wird jährlich neu ausgeschrieben.
Träger des Wettbewerbes sind der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Tourismusverband. Mitglieder der vom Komitee eingesetzten Jury sind Persönlichkeiten aus der Stadt- und Landschaftsplanung sowie aus den Bereichen Tourismus und Gartenbau.
Die Jury kann bei der Bewertung einer teilnehmenden Stadt maximal 100 Punkte vergeben. Dabei werden die fünf Hauptkriterien Öffentlicher Bereich, Privater Bereich, Gewerblicher Bereich, Natur- und Umweltschutz sowie der Gesamteindruck berücksichtigt. Für insgesamt 90 bis 100 Punkte verleihen die Juroren eine Goldmedaille, für 80 bis 89 Punkte eine Silbermedaille und für 70 bis 79 Punkte eine Bronzemedaille. Außerdem werden, unabhängig von der erreichten Punktzahl, Sonderpreise vergeben.
Hintergrundinformationen zu den Grünflächen in Magdeburg
In Magdeburg gibt es derzeit rund 1.400 Hektar öffentliche Grünanlagen. Das sind etwa 6,7 Prozent der gesamten Stadtfläche. Weitere 123 Hektar nehmen die Flächen der Friedhöfe ein. Die mehr als 16.000 Kleingärten in der Elbestadt haben eine Gesamtfläche von über 700 Hektar. Seit 1990 wurden in der Elbestadt rund 32.000 neue Bäume und Großsträucher gepflanzt.
Mit 10,1 Prozent Grünanteil an der gesamten Stadtfläche gehört Magdeburg zu den grünsten Städten in Deutschland. Eine vom Männermagazin "Men's Health" in diesem Jahr durchgeführte Umfrage unter den 50 größten Städten Deutschlands ergab, dass Magdeburg nach Hannover den höchsten Grünanteil hat.