Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 19. Juni 2007

Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters

Magdeburg.

 

IGZ-Beteiligungen

Die Verwaltung schlägt vor, die Beteiligungen der Landeshauptstadt an Innovations- und Gründerzentren zu straffen, um die Effizienz dieser Einrichtungen zu steigern. Die Gesellschaften sollen dafür unter dem Dach der neu zu gründenden Wissenschaftspark Magdeburg GmbH zusammengeführt werden. Einbezogen werden soll dabei auch die Denkfabrik, die im Dezember 2007 im Wissenschaftshafen eröffnet wird und von der neu zu bildenden Gesellschaft betrieben werden soll.

 

Nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen muss der Stadtrat der Neuorganisation zustimmen.

 

 

Name für BbS II

Die Berufsbildende Schule II „Ernährung und Hauswirtschaft“ in der Salzmannstraße soll künftig den Namen „Hermann Beims“ tragen. Die Schulkonferenz hat der Namensgebung einstimmig zugestimmt, entscheiden muss der Stadtrat.

 

Hermann Beims beruflicher Werdegang vom Tischler zum Gastwirt spiegelt das Berufsfeld der BbS II wieder. Auch sein politischer Werdegang vom Arbeitssekretär zum ersten sozialdemokratischen Stadtrat der Stadt Magdeburg bis hin zum Oberbürgermeister soll beispielhaft als Vorbild für ein zielstrebiges Leben der Schüler an der BbS II sein.

 

Das Einverständnis der Enkelin Inge Beims zur Namensgebung liegt vor.

 

 

Schulsozialarbeit

Zur Umsetzung des jugendpolitischen Programmes „Jugend- und Sozialarbeit an Magdeburger Schulen“ will die Landeshauptstadt Leistungsverträge für die Förderzentren Nord und Süd abschließen. Der Deutsche Familienverband e.V. soll Fördermittel für die Umsetzung der Schulsozialarbeit im Förderzentrum Nord erhalten, der Internationale Bund für Sozialarbeit die Schulsozialarbeit im Förderzentrum Süd erbringen. Die Leistungsverträge mit den anerkannten Trägern der Jugendhilfe gelten bis zum 31.12.2008, sofern der Jugendhilfeausschuss für deren Abschluss grünes Licht gibt.

 

 

Am 9. Febr. 2006 beschloss der Stadtrat die Umsetzung des „BIB- Magdeburg“ – ein jugendpolitisches Programm zur beruflichen und sozialen Integration Benachteiliger in der Landeshauptstadt Magdeburg für den Zeitraum 2006 bis 2008. Das jugendpolitische Programm bündelt präventive Maßnahmen, welche alle dem Ziel der Verhinderung von Arbeitslosigkeit und lebenslanger Alimentierung junger Menschen durch den Sozialstaat dienen.

 

Zu den wesentlichen Zielen des Programms gehört die Erhöhung der Quote von Schulabgängern mit Abschluss, die Senkung der Quote von Schulverweigerungen/Schulmüdigkeit sowie die Senkung der Quote der Jugendlichen, die eine Berufsvorbereitung oder Ausbildung abbrechen.

 

Als Handlungsfeld wurde u. a. die Erarbeitung einer Strategie zur Erhöhung der Wirksamkeit schulischer und sozialpädagogischer Handlungsansätze in den Förderzentren Mitte, Nord und Süd sowie an der Berufsbildenden Schule für Jugendliche mit Förderbedarf  definiert. Die schrittweise Implementierung von Schulsozialarbeit in die Förderzentren der Stadt soll zur Umsetzung dieser Zielstellung beitragen. Die angebotenen Seminare und Maßnahmen im Rahmen von Schulsozialarbeit leisten vor dem Hintergrund der veränderten Gesetzgebung von Hartz IV einen wesentlichen Beitrag zu der von jungen Menschen geforderten Eigenverantwortung und -initiative, Selbständigkeit sowie Flexibilität.

 

Zum Schuljahresbeginn 2007/08 soll Schulsozialarbeit die Kooperationsstrukturen in den Förderzentren Nord und Süd mit je zwei Stellen (30 h pro Woche) unterstützen.

 

 

 

B-Plan „Bahnhofstraße/Danzstraße“

Der Entwurf des Bebauungsplans Nr. 238-2 „Bahnhofstraße/Danzsstraße“ soll gebilligt und anschließend für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt werden. Das Gelände soll als Mischgebiet mit 50% Wohnbebauung genutzt werden. Üüber den B-Plan und seine Auslegung muss der Stadtrat entscheiden.

 

 

Änderung F-Plan

Der Flächennutzungsplan für die Landeshauptstadt soll geändert werden. Die Änderung umfasst insbesondere die Darstellung von Wohnbauflächen im Stadtteil Reform, da Flächennutzungsplan und gültige B-Pläne in diesem Bereich aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Jahren und des weiterhin zu erwartenden Bevölkerungsrückganges in diesem Stadtteil nicht mehr übereinstimmen. Die Änderung passt den F-Plan an aktuelle Entwicklungen an.

 

 

MESSMA-Gelände

 Für das MESSMA-Gelände an der Schönebecker Straße sollen eine Sanierungsvereinbarung und eine Ablösevereinbarung abgeschlossen werden. Voraussetzung sind Abbruchgenehmigungen für denkmalgeschützte Gebäude innerhalb des Gesamtensembles, die nicht vermarktet werden können. Mit den Vereinbarungen wird die Voraussetzung für eine Sanierung und Nachnutzung dieser Industriebrache, die zu den städtebaulichen Dominanten im Sanierungsgebiet gehört, geschaffen. Über den Abschluss der Vereinbarungen muss der Lenkungsausschuss entscheiden.

 

 

Straßennamen

Die neu bebauten Straßen im Baugebiet Gustav-Ricker-Straße/Schreinergasse sollen die Namen

-         Gustav-Trombke-Straße und

-         Gustl-Möller-Straße

erhalten. Entscheiden muss der Stadtrat.

 

Im Bereich des Bebauungsplanes „Ottersleber Chaussee/Hopfengarten“ entstand bereits 2002 an der Gustav-Ricker-Straße/Schreinergasse ein Wohngebiet. Die neuen Straßen wurden dort nach Till Eulenspiegel, Fritze Bollmann und Rolf Herricht benannt. Für die jetzt erfolgte Erweiterung ist die Benennung einer weiteren Straße notwendig. Gleichzeitig wird vorgeschlagen, die Schreinergasse umzubenennen und damit den vorhandenen Straßennamen des Wohngebietes anzupassen. Die ursprüngliche Intention der Benennung für ein Gewerbegebiet trifft an dieser Stelle nicht mehr zu. Da auch bisher keine Adressierung zur Schreinergasse erfolgte, ist die Umbenennung problemlos möglich.

 

Gustav Trombke wurde am 13.02.1900 in Berlin geboren. Mit 16 Jahren begann seine Bühnenlaufbahn am Neuköllner Volkstheater in Berlin, obwohl er ursprünglich einen handwerklichen Berufswunsch hatte. Im I. Weltkrieg wurde er 1918 für wenige Monate zum Kriegsdienst eingezogen. Danach erhielt er Engagements u.a. in Stettin, Hamburg, Köln, Dortmund, Essen, Düsseldorf, Leipzig, Hannover, Magdeburg. Zwischendurch gab er noch Gastspiele im Varieté, Kabarett und Stummfilm. 1931 traf er in Magdeburg die Ballettmeisterin Inge Longino, die er 1935 heiratete, nachdem er ein festes Engagement in Magdeburg hatte. Während des II. Weltkrieges war er Künstlerischer Direktor der Kleinkunstbühne und spielte gemeinsam mit seiner Frau und anderen Künstlern zur „Wehrmachtsbetreuung“. Nach dem Krieg war er wieder bei den Städtischen Bühnen engagiert und baute das Künstlerische Leben der Stadt mit auf. Neben seiner Bühnenarbeit wirkte er auch in verschiedenen DEFA-Spielfilmen mit. 1968 beendete er seine Bühnenarbeit.

Gustav Trombke starb am 09.01.1978 in Magdeburg. Seine Töchter haben einer Straßenbenennung nach ihm zugestimmt.

 

Gustav Möller, genannt Gustl, wurde am 12.02.1931 in Salzwedel geboren. Seit frühester Jugend engagierte er sich für die Arbeit mit Kindern. Zunächst in der Pionierorganisation in Salzwedel und in Halle, ab 1951 als Lehrer und als Leiter der Arbeitsgemeinschaft Puppenspiel. 1958 war er Gründungsmitglied des Städtischen Puppentheaters Magdeburg, wo er als Intendant, Regisseur, Autor und Puppenspieler bis zu seinem Tod arbeitete. Gustav Möller starb am 06.11.1978 in Magdeburg. Sein Sohn hat einer Straßenbenennung nach ihm zugestimmt.

 

 

 

Ausbau des Knotens „Hammelberg“

Der Verkehrsknoten „Am Hammelberg“ im ostelbischen Verlauf der B 1 soll ab Mitte Juli ausgebaut werden. Rund 875.000 Euro werden in die Erweiterung der Kreuzung investiert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober 2007. Nach Entscheidung des Vergabeausschusses über die Zuschlagserteilung beginnen die Bauarbeiten.

 

Die Berliner Chaussee ist eine Bundesstraße im Magdeburger Straßenhauptnetz, sie stellt – neben der Autobahn A 2 – die wichtigste Verbindung in das östlich der Stadt gelegene Umland dar. Die Baumaßnahme umfasst auf der Bundesstraße 1 die Erweiterung des Knotens "Am Hammelberg". Die Länge der Baumaßnahme beträgt 435,00 m, die Baustrecke beginnt an der Berliner Chaussee ca. 200 m westlich des Knotenpunktes und endet ca. 200 m östlich der Kreuzung. Die bauliche Erweiterung erfolgt nach Süden mit dem grundhaften Ausbau eines weiteren Fahrstreifens sowie der Verbreiterung des Gehweges in gleicher Richtung. Auf großen Flächen der vorhandenen Fahrbahn erfolgt eine bituminöse Überbauung.

 

 

Beseitigung von Hochwasserschäden

Die Hochwasserschäden an der Stützmauer oberhalb des Cracauer Wasserfalls sollen behoben werden. Sofern der Vergabeausschuss dem Vergabevorschlag der Bauverwaltung folgt, können die Arbeiten noch im Juli beginnen. Sie sollen im Herbst abgeschlossen werden.

 

Das geplante Bauvorhaben befindet sich östlich des Cracauer Wasserfalls. Dort wird der Uferbereich durch eine Stützmauer befestigt. Diese ist auf einer Länge von 51 m erheblich durch Erosion, Wasser und Eisgang auf der Elbe beschädigt. Daher besteht hier dringender Sanierungsbedarf. Im Zuge der Sanierung sollen die Fugen der Stützmauer saniert, die Brüstungsmauer erneuert, die Rollschicht erneuert und das Geländer ersetzt werden. Außerdem wird vor der Stützmauer eine Spundwand errichtet und rückverankert.  

 

Für die Bauarbeiten sind 9 Baumfällungen erforderlich, um mit der erforderlichen Technik arbeiten zu können. Vor Baubeginn werden die beiden Großbäume (Durchmesser 1,20 m und 1,40 m) besonders geschützt. Buschwerk und störende Äste im Bereich der Spundwand  müssen ausgeholzt werden Durch Neuanpflanzungen im Rahmen der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden 13 Schwarzpappeln in Randau/Pechau neu gepflanzt.

 

Der Gehweg über der vorhandene Stützmauer ist für die Durchführung der Baumaßnahme zwischen der Burchardstraße und der Seestraße voll gesperrt.

 

 

 

 

Für Rückfragen: Tel.: 0391/540 27 69

Die öffentlichen Dokumente aus der Sitzung sind im Ratsinformationssystem unter www.magdeburg.de verfügbar.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
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