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Münster, 22.06.2007

Kopfläuse auf dem Rückzug
Robert-Koch-Institut bestätigt "Münsteraner Läuseregeln" / Ferienzeit nutzen

Münster (SMS) Nach Monaten verstärkter Läuseplage in Kitas und Schulen kann das städtische Gesundheitsamt erste Entwarnung geben. Seine neuen Empfehlungen zum Umgang mit den Plagegeistern setzen sich durch und zeigen Erfolg. Nach einem Höchststand im November 2006 mit 115 Läusemeldungen aus Kitas und Schulen wurden zuletzt stadtweit nur noch etwa 60 Fälle pro Monat gemeldet, so Stadtarzt Dr. Axel Iseke.

"Läuse wird es immer geben", stellt Dr. Iseke aber klar. "Sie haben sich bestens an das Leben auf dem menschlichen Kopf eingerichtet, so dass wir grundsätzlich immer mal mit ihnen rechnen müssen." Die Plage der letzten Jahre sei aber sehr ungewöhnlich gewesen. "Es zeigte sich, dass die früher üblichen Empfehlungen nicht mehr geeignet waren, Verlausungen umgehend und nachhaltig zu beenden", so die Erfahrung des Gesundheitsamtes.

Früher setzte man vor allem auf Kontrolle in Einrichtungen und Besuchsverbote für Kita und Schule. Damals traten allerdings häufig starke Verlausungen auf, während die Kinder heute meist nur einen ganz geringen Befall haben, der über Wochen oder gar Monate unentdeckt bleiben kann. Hier helfen Kontrollen und Besuchsverbote kaum weiter. "Vermutlich macht das häufigere Haarewaschen den Läusen das Leben schwer", so Dr. Iseke. Zwar töte es Läuse nicht ab, es verhindere aber offenbar die ungehinderte Vermehrung der kleinen Insekten.

Das Gesundheitsamt hat die Empfehlungen zum Umgang mit Kopfläusen aktualisiert und "10 Münsteraner Läuseregeln" aufgestellt. "Wichtigste Neuerung ist die Läuse-Früherkennung durch die Eltern", erläutert der Mediziner. Eltern sollten bei ihren Sprösslingen die Haare nach dem Waschen regelmäßig mit einem Läusekamm untersuchen. Im feuchten Haar können sich Läuse kaum bewegen und entgehen dem Kamm nicht. Tipp: Mit etwas Haarspülung gleitet der Kamm leicht durch die Haare. Finden sich dabei Läuse, kann der Spuk mit wirksamen Mitteln rasch beendet werden, noch ehe Beschwerden auftreten und die Verlausung die ganze Familie oder die Schulklasse ergreift.

Auch das Robert-Koch-Institut hat sich jüngst des Themas angenommen und seine Empfehlungen angepasst. "Viele Erkenntnisse und Empfehlungen, die wir in Münster seit einigen Monaten umsetzen, werden jetzt auch von dieser obersten Infektionsschutzbehörde in Deutschland vertreten", freut sich Dr. Iseke über die fachliche Bestätigung für das Gesundheitsamt.

Er empfiehlt Eltern, besonders in den Schulferien auf Lausbefall bei Kindern zu achten. "Eine ganze Reihe Kinder wird unbemerkt mit Läusen in die Ferien starten", so der Stadtarzt. "In den Ferien ist Zeit, diese zu entdecken und zu beseitigen. Dann können wir im August wieder in ein läuseärmeres Schuljahr starten können."

Info: www.muenster.de/stadt/gesundheitsamt (Rubrik "A-Z") und www.pediculosis.de.

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