Die ILEK-Kommunen Juist, Norderney, Baltrum und Norden haben inzwischen in Begleitung der GLL Aurich – Amt für Landentwicklung - gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich die Arbeit an dem ländlichen Entwicklungskonzept aufgenommen. Mit großem Interesse wurden in den bisher durchgeführten ILEK-Arbeitskreisen die Stärken und Schwächen, aber auch die Chancen für die Region herausgearbeitet.
„Das Gemeinsame betonen und das Individuelle stärken“ könnte zum Motto dieses ILEK werden. „Wir wollen durch Zusammenarbeit und durch regionale Vernetzung auch im Wettbewerb der Tourismusdestinationen bestehen“, beschreibt Barbara Schlag, Bürgermeisterin der Stadt Norden, in ihrer Begrüßungsrede auf dem ILEK-Arbeitskreis am 3. Juli in der mit über 80 Teilnehmern gut gefüllten Aula der Realschule in der Osterstraße in Norden ein wesentliches Ziel dieser Entwicklungsplanung.
Dass mit dem ILEK Tourismusdreieck erhebliche Chancen für die Region verbunden sind, machte auch die Bürgermeisterin Baltrums, Antje Wietjes-Paulick, auf dem ersten Arbeitskreistreffen auf der kleinsten der beteiligten Inseln deutlich. Gerade diese Chance sieht Ludwig Salverius (Bürgermeister Norderney) vor allem darin schon jetzt verwirklicht, dass die Bürger und Bürgerinnen „seiner“ Insel in einen Planungsprozess eingebunden werden, wie es bisher noch kein Verfahren vorsah. Wie sein Amtskollege aus Juist, Karl-Josef Wederhake, wünscht er sich, dass diese Möglichkeit zur Mitgestaltung auch tatsächlich von den Einwohnern ergriffen wird.
So prozessoffen wie es das ILEK vorsieht, wurde in den Arbeitskreisen gearbeitet. Die Anwesenden sammelten die Stärken und Schwächen, entwarfen daraus erste Handlungsansätze und entwickelten zum Teil bereits erste Projektideen. Wie soll die Naturlandschaft ökonomisch in Wert gesetzt werden, ohne dass sie langfristig zerstört wird? Wie gehen wir touristisch mit dem demographischen Wandel um? Wie werden oder bleiben wir auch für Jugendliche als Urlaubsziel attraktiv? Wie regeln wir die Verkehrssituation? Welche Folgen hat für Juist und Baltrum die tideabhängige Fährverbindung? Wie können unsere Häfen verschönert und wirtschaftlich erfolgreich stabilisiert werden? Antworten auf diese und andere Fragen sollen auf den nächsten Sitzungen gefunden werden. Hierbei ist weiterhin die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger zur Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden erwünscht.
Die nächsten Arbeitskreistermine finden statt:
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in Norden:
Dienstag, den 04.09.2007, 19.00 Uhr, Realschule, Osterstraße 50
Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der am ILEK-Tourismusdreieck beteiligten Kommunen laden alle Interessierten zu diesen Veranstaltungen ein. Auch Teilnehmer, die bisher nicht an den Arbeitstreffen teilgenommen haben, sind herzlich eingeladen.
Kontakt: Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, Herr Swyter, Telefon: 04931/923-337