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APER setzt sich in Berlin für ländlichen Raum ein

17. August 2007. Ein neues Konzept für die Entwicklung ländlich geprägter Regionen war das zentrale Thema eines Treffens von Mitgliedern der "Arbeitsgemeinschaft peripherer Regionen" (APER) mit Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. An dem knapp zweistündigen Gespräch, das auf Initiative des Ministeriums zustande gekommen war, nahmen von der ostfriesischen Halbinsel die Landkreise Wittmund, Friesland und Leer teil.

Ziel war es, Vorschläge und Anregungen zu geben, wie die Politik dazu beitragen kann, die Situation in strukturschwachen ländlichen Räumen zu verbessern und den Menschen auch dort weiter eine Perspektive zu geben. Es kann nicht nur darum gehen, die bisherige Förderung des Agrarsektors fortzusetzen, sondern konkret neue Ideen zu entwickeln. Die Diskussion, die auf der Seite von APER vom Wittmunder Landrat Henning Schultz, der den verhinderten Vorsitzenden Bernhard Bramlage (Landrat des Landkreises Leer) vertrat, geleitet wurde, zeigte die Problemvielfalt des ländlichen Raumes. Angefangen bei der Beibehaltung der Förderung von Unternehmen und Kommunen durch das Programm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ über die Auswirkungen des demografischen Wandels, der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur bis hin zur Grundversorgung mit Breitband-Internetzugängen wurde eine Vielzahl von Themen angesprochen. Insbesondere der demografische Wandel wirkt sich in ländlichen Regionen wesentlich gravierender aus als in Ballungszentren. Dies wird in einigen Gebieten vor allem Ostdeutschlands voraussichtlich bereits in naher Zukunft zur Schließung von Grundschulen führen.

Kritik wurde auf der Veranstaltung an der Vielzahl der mittlerweile gegründeten Metropolregionen geübt. Auf EU-Ebene konnte auch durch die Initiative von APER bereits die Streichung dieser Begrifflichkeit aus der sogenannten „Territorialen Agenda“ erreicht werden. Auf Bundes- und Landesebene, hier insbesondere im bisherigen Entwurf des niedersächsischen Landesraumordnungsprogramms, gibt es jedoch nach wie vor eine Fokussierung auf Metropolregionen. „Dies wird der Bedeutung des ländlichen Raumes nicht gerecht, da hier erhebliche wirtschaftliche Potenziale liegen, die man nicht ungenutzt lassen dürfe“, so Landrat Henning Schultz.

Die Ergebnisse des in Berlin geführten Gesprächs sollen nun in die Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums zum neuen Konzept für die Entwicklung ländlich geprägter Regionen einfließen, dass unter der Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt wird.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Jens Stöter


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