
Kreis Steinfurt: Den meisten Eltern ist ganz klar: Mit Masern ist nicht zu spaßen. Die hochansteckende Krankheit kann zu schwersten Behinderungen führen. Dennoch stellt das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt bei seinen Einschulungsuntersuchungen immer wieder fest, dass es noch Impflücken gibt.
Wie Amtsarzt Dr. Detlef Schmeer betont, erhalten zwar fast alle Kinder als Kleinkind die erste Masernimpfung. „Bei vielen hapert es aber leider an der unbedingt notwendigen zweiten Impfung. Kinder brauchen beide Impfungen, die erste allein reicht nicht“, so Schmeer.
Aus diesem Grund bekommen jetzt alle Eltern, bei deren Erstklässlern noch kein ausreichender Masernimpfschutz nachgewiesen wurde, ein Erinnerungsschreiben vom Gesundheitsamt. 1.000 Briefe wurden versandt mit der dringenden Empfehlung, die Impfung beim Haus- oder Kinderarzt nachzuholen. Impfzwang bestehe nicht, so Schmeer. Ziel des Kreises sei es jedoch, den Impfstandard weiter zu erhöhen. „Wer seine Rolle als Mutter oder Vater verantwortungsvoll wahrnimmt, sollte sein Kind wirksam vor den Masern schützen.“
Eine Masernepidemie im Rheinland im letzten Jahr führte zu sechs Fällen von Gehirnentzündung, der gefährlichsten Folge der Masern.