Presseinformation

Nr. Steinfurt, 13. September 2007


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Bürgerinnen und Bürger können sich über den Landschaftsplan „Talaue Haus Marck“ in Tecklenburg informieren
Sprechtage vom 17. bis zum 19. Oktober

Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt stellt für das Gebiet rund um das Wasserschloss Haus Marck in Tecklenburg einen Landschaftsplan auf. Die Kreisverwaltung lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die geplanten Inhalte zu informieren. Hierzu finden in der Kreisverwaltung in Tecklenburg, 1. Etage, Raum Nr. 351 vom 17. bis 19. Oktober Sprechtage statt, und zwar Mittwoch, 17. Oktober, 9 bis 18 Uhr; Donnerstag, 18. Oktober, 9 bis 20 Uhr, und Freitag, 19. Oktober, 9 bis 18 Uhr.

 

In dieser Zeit können die Bürgerinnen und Bürger den Vorentwurf einsehen, die geplanten Inhalte mit der Planerin besprechen und Anregungen und Bedenken vorbringen.

 

Den Aufstellungsbeschluss für den Landschaftsplan „Talaue Haus Marck“ hat der Kreistag am 27. Juni 2005 gefasst. Nach einer Information der betroffenen Eigentümer und ersten Planungsschritten wurden Gespräche mit den betroffenen Eigentümern geführt. Jetzt soll die frühzeitige Beteiligung der Bürger stattfinden.

 

Der Landschaftspan wird begrenzt im Norden von den Siedlungsflächen der Stadt Tecklenburg, im Osten von der Lengericher Straße (L504), im Süden von der Autobahn und dem Südring (L591) und im Westen von der Straße Am Hülshof (L597). Das Plangebiet hat eine Größe von rund 258 ha. Es liegt zum Teil auf Tecklenburger und teilweise auf Lengericher Gemeindegebiet. Die Abgrenzung ist im Übersichtsplan dargestellt.

 

Es handelt sich um einen besonders reich gegliederten Ausschnitt einer alten Kulturlandschaft. Er ist geprägt durch eine Vielzahl geologischer, ökologischer und kulturhistorischer Besonderheiten, die auf engstem Raum zusammentreffen und dieser Landschaft ihren besonderen Reiz verleihen. Das Gebiet weist ein sehr bewegtes Gelände auf, mit zwei parallel verlaufenden Höhenzügen, die durch den Talgrund des Wechter Mühlenbaches getrennt sind. Der nördliche Höhenzug ist aus Sandstein, der südliche aus Kalkstein aufgebaut. Durch diese unterschiedlichen Materialien und Höhenlagen auf engstem Raum ergeben sich vielfältige Lebensräume und –bedingungen. Von besonderer Bedeutung sind aus naturschutzfachlicher Sicht die Auenbereiche sowie der markante Kalksteinzug mit seinen Buchenwaldkuppen.

 

Geplant ist, im Bereich des Wechter Mühlenbaches und des Kalksteinzuges ein Naturschutzgebiet festzusetzen und das bestehende Landschaftsschutzgebiet zu erweitern. Markante Sandsteinfelsen sollen als geschützte Landschaftsbestandteile und eine Allee bei Haus Marck als Naturdenkmal festgesetzt werden. Darüber hinaus können Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen festgesetzt werden. Die Maßnahmen werden nur mit Einverständnis der Eigentümer umgesetzt.

 

Die Beteiligung der Bürger wird in Kürze auch offiziell im Amtsblatt des Kreises bekannt gemacht. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass ab diesem Zeitpunkt ein Veränderungsverbot für das geplante Naturschutzgebiet, das geplante Naturdenkmal und die geplanten geschützten Landschaftsbestandteile in Kraft treten wird. Die bisher rechtmäßig ausgeübten Bewirtschaftungsformen können jedoch beibehalten werden.