Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 26. September 2007

Erneute Spende für Glockenstuhl der Johanniskirche

OB und Kuratoriumschef nahmen Scheck entgegen

Mit "Glockenstühlen" sammelt das Kuratorium zum Wiederaufbau der Johanniskirche seit Dezember letzten Jahres Spenden für den Glockenstuhl des altehrwürdigen Kirchengebäudes. Heute nahmen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Vorsitzende des Kuratoriums zum Wiederaufbau der Johanniskirche Werner Kaleschky von Astrid Stolze, Leiterin der Mercedes-Benz-Niederlassung Magdeburg, einen Scheck entgegen. Das Unternehmen spendet 2.200 Euro für den neuen Glockenstuhl.

Das Kuratorium zum Wiederaufbau der Johanniskirche, das in den zurückliegenden Jahren Spenden für den Wiederaufbau der Kirche und die Wiedererrichtung des Südturmes samt Haube gesammelt hatte, will nun den jetzigen, aus Stahl bestehenden Glockenstuhl durch einen neuen Glockenstuhl aus Eichenholz ersetzen. Die Glocken, die bisher nebeneinander hingen, sollen künftig zur Verbesserung der Klangqualität übereinander angeordnet werden.

Die Kosten für die Neuerrichtung des hölzernen Glockenstuhles und zur Sanierung des Glockengeläutes werden auf ca. 150.000 Euro geschätzt und sollen durch Spenden und Sponsoren eingeworben werden. Die größere der beiden Glocken kann nach geringfügiger Reparatur im neuen Glockenstuhl aufgehängt werden, die kleine hat einen Riss und muss zunächst in der Glockenwerkstatt Nördlingen saniert werden. Außerdem entstehen Kosten für die Schaffung der baulichen Voraussetzungen für den Einbau des Glockenstuhls, die aus städtischen Mitteln bzw. mit Fördermitteln des Denkmalschutzes finanziert werden sollen. Hierzu wurde bereits ein Förderantrag gestellt. Die Gesamtkosten werden auf bis zu 225.000 Euro geschätzt.

Der Bauantrag wurde inzwischen genehmigt, auch die Ausführungsplanung ist fertig gestellt. Für die Durchführung der Maßnahmen werden rund sieben Monate benötigt. Die Beauftragung der Arbeiten kann erfolgen, wenn 90 Prozent der erforderlichen Spenden eingeworben sind. Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet.

Weitere Spenden für die Wiedererrichtung des Glockenstuhls sind willkommen. Das Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Magdeburg (BLZ 8105 32 72) hat die Nummer 14000101. Bitte als Zahlungsgrund folgenden Code angeben: 0.54100.050003.6.

 

Hintergrund:

Am 13. Dezember 1990 wurde auf der 8. Sitzung der ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung nach der Wiedervereinigung Deutschlands der Beschluss zum Wiederaufbau der Johanniskirche gefasst. Am 16. Januar 1991, am Tag des Gedenkens der zweiten Zerstörung Magdeburgs, gründete sich das Kuratorium für den Wiederaufbau der Johanniskirche. Am 2. Oktober 1999 konnte die wieder aufgebaute Johanniskirche feierlich eingeweiht werden.

Die Vollendung des Aufbaus wurde durch das Aufsetzen der Spitze des Südturmes am 27. Januar 2004 gekrönt. Die zwei im Nordturm vorhandenen Glocken, darunter die sogenannte große Festglocke aus dem Jahr 1670, hatten den Zweiten Weltkrieg wie durch ein Wunder überstanden. Eigentlich zur Einschmelzung vorgesehen, wurden sie nach dem Krieg in Hettstedt und Wilhelmsburg wiedergefunden und 1954 nach Magdeburg gebracht. Seither hängen sie stumm im Nordturm. Die Aufhängung weist Schäden durch Materialermüdung auf, die wiederum auf die starke Torsionsbeanspruchung zurückzuführen ist. Ein zweiter gravierende Nachteil ist, dass die Anordnung der Glocken deren Klangentfaltung erheblich mindert.

Die Erneuerung des Glockenstuhls im Nordturm wird bereits seit Anfang der 90er Jahre geplant. Eine fertige und geprüfte Tragwerksplanung liegt vor. Auch eine Schwingungsuntersuchung wurde durchgeführt. Der neue Glockenstuhl aus Eichenholz soll den jetzigen aus Eisen ersetzen. Die Glocken, die bisher nebeneinander hingen, sollen künftig übereinander angeordnet werden.

Eigentümer der Glocken ist die Evangelische Trinitatisgemeinde Magdeburg. Dies soll sich auch nach Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Glockenanlage nicht ändern. Die Landeshauptstadt Magdeburg, vertreten durch das Hochbauamt, übernimmt für die Wiedererrichtung des Glockenstuhls die Bauherrenfunktion. Das Kuratorium für den Wiederaufbau der Johanniskirche zu Magdeburg übernimmt Kosten in Höhe von ca. 150.000 Euro, die durch Spenden und Sponsoring eingeworben werden. Jährliche Betriebskosten für das Geläut in Höhe von ca. 600 Euro übernimmt die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg mbH als Bewirtschafter der Johanniskirche.

Die Glocken der Johanniskirche sollen künftig zu folgenden Anlässen läuten:

- Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar

- Reformationstag am 31. Oktober

- Jahreswechsel

- Gedenken zum Wiederaufbau der Johanniskirche mit der Errichtung des

Südturmes am 12. Mai (alle fünf Jahre)

- Todestag Otto-von-Guerickes am 11. Mai (alle fünf Jahre)

- Kirchliche Veranstaltungen auf Anforderung des Veranstalters

- Sonderanlässe nach Abstimmung und mit Einverständnis der Vertragspartner




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