Zum 63. Mal verleiht die Landeshauptstadt Magdeburg eine Stadtplakette. An diesem Sonntag, 30. September 2007, überreicht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Stadtplakette in Silber an die Bäckerei Otto in der Halberstädter Straße. Anlass ist das 75-jährige Bestehen des Betriebes. Die Ehrung nimmt der Firmeninhaber Olaf Otto entgegen.
"Ich gratuliere der Bäckerei zu diesem besonderem Jubiläum", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Die Firma von Olaf Otto gehört mit ihrer 75-jährigen Geschichte zu den traditionsreichsten Sudenburger Handwerksbetrieben."
Die Geschichte des Unternehmens geht bis in das Jahr 1932 zurück. Im März jenes Jahres gründete der Großvater von Olaf Otto, Friedrich Otto, am heutigen Standort in der Halberstädter Straße 76 die Bäckerei. Das genaue Gründungsdatum der Traditionsfirma ist nicht bekannt.
1945 wurde das Haus bei einem Bombenangriff größtenteils zerstört. Der Wiederaufbau dauerte bis in die 1950er Jahre. 1951 übernahm Friedrich Otto jun., Vater des heutigen Inhabers, die Geschicke der Bäckerei. Er übergab die Firma 1991 mit damals sechs Mitarbeitern seinem Sohn Olaf, der den Betrieb kontinuierlich erweiterte.
Heute gehören zwölf Filialen in Magdeburg und Wolmirstedt mit insgesamt 55 Mitarbeitern zu dem mittelständischen Unternehmen. Das Jubiläum feiert die Bäckerei - ebenfalls am Sonntag - mit einem Tag der offenen Tür.
Hintergrundinformationen zur Stadtplakette
Vergeben wird die Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg an Vereine, Firmen, Körperschaften, Verbände und andere Einrichtungen, die ihren Sitz in Magdeburg haben. Sie wird in Bronze bei 50-jährigen Jubiläen verliehen, in Silber bei 75-jährigen Jubiläen und in Gold, wenn eine Firma, ein Verein oder eine Institution seit mindestens 100 Jahren besteht. Über die Verleihung entscheidet der Oberbürgermeister.
Zum ersten Mal wurde eine Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg 1996 an den Verband der Kleingärtner Magdeburg e.V. verliehen. Anlass war dessen 75-jähriges Jubiläum. Seitdem wurden 63 Stadtplaketten vergeben, darunter an alteingesessene Magdeburger Unternehmen, an Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren und Verbände.
Zu den Geehrten gehören die Stadtsparkasse, die IHK und die Handwerkskammer ebenso wie die Paul Schuster GmbH, die Dombuchhandlung Holtermann, das Autohaus Lerchner und die Gerling & Rausch GmbH. Eine Stadtplakette ging seit 1996 unter anderem auch an die Freiwilligen Feuerwehren in Ottersleben und Pechau, an das Akkordeonorchester und das Folklore-Ensemble, an traditionelle Sportvereine und die Johannisloge "Ferdinand zur Glückseligkeit". Der Jubilar unter den Geehrten ist die Malerinnung Magdeburg, die 1997 ihr 800-jähriges Bestehen feierte und dafür eine Stadtplakette in Gold in Empfang nehmen durfte.
Die Stadtplakette hat einen Durchmesser von 105 mm. Sie zeigt auf der Vorderseite das Kloster Unserer Lieben Frauen, den Dom und das Alte Rathaus mit dem Magdeburger Reiter. Die Umschrift auf der Vorderseite lautet Landeshauptstadt Magdeburg. Auf der Rückseite stehen die Jahreszahl DCCCV (für 805) und FUNDATA EST (gegründet), darunter ist ein aufgeschlagenes Buch berühmter Persönlichkeiten Magdeburgs mit dem Stadtwappen als Siegel abgebildet.
Entworfen hat die Stadtplakette der Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel, gegossen wurde sie von der Firma Paul Schuster. Mit der Stadtplakette erhalten die Ausgezeichneten eine Ehrenurkunde, die von der Magdeburger Kalligraphin Gudrun Seffers gestaltet wird.