Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 22. November 2007

Eike-von-Repgow-Stipendiatin in Magdeburg ausgezeichnet

Gemeinsam Ehrung von Stadt und Universität

Magdeburg.

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität vergeben gemeinsam neben dem Eike-von-Repgow-Preis in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal das Eike-von-Repgow-Stipendium. Im Rahmen des Akademischen Festaktes zum 405. Geburtstag Otto von Guerickes verliehen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Rektor der Universität Prof. Dr. Klaus E. Pollmann das Stipendium heute an die Magdeburger Juristin und Wissenschaftlerin Marion Perrin.

 

Eike von Repgow setzte sich mit dem „Sachsenspiegel“ ein bleibendes Denkmal und trug damit den Namen Magdeburgs weit über die Elbestadt hinaus. Als erstes Prosawerk der deutschen Sprache und einflussreichstes Rechtsbuch des Mittelalters erlangte der Sachsenspiegel gemeinsam mit dem Magdeburger Stadtrecht große Verbreitung in Mittel- und Osteuropa. Das Magdeburger Recht gilt damit als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Stadtrechte und Eike von Repgow als erster Chronist mittelalterlichen Rechts.

 

Zu Ehren dieser bedeutenden Persönlichkeit und seiner herausragenden Leistung für das Wirken und die historische Stellung Magdeburgs verleihen die Otto-von-Guericke-Universität und die Landeshauptstadt Magdeburg neben dem Eike-von-Repgow-Preis seit 2005 auch das Eike-von-Repgow-Stipendium. Ziel des Stipendiums ist es, neue Forschungsvorhaben voranzutreiben und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der weiteren Auseinandersetzung mit der europäischen Rechtsgeschichte zu fördern und zu motivieren.

 

Das diesjährige Stipendium geht an eine Magdeburgerin. „Marion Perrin erhält das Stipendium in Würdigung ihrer Verdienste beim Aufbau und bei der Ausfüllung der Arbeitsstelle ‚Das Magdeburger Recht‘ in der Landeshauptstadt“, so Oberbürgermeister Dr. Trümper anlässlich der Verleihung. „Durch ihr Wirken in den letzten drei Jahren ist es gelungen, die Magdeburger Arbeitsstelle in das Akademieprogramm zu übernehmen. Dies bedeutet die finanzielle Absicherung dieser Stelle in Magdeburg für weitere 12 Jahre.“

 

Darüber hinaus soll Frau Perrin mit dem mit 5.000 Euro dotierten Stipendium für die Dauer eines Jahres beim Abschluss ihrer für die Sachsenspiegelforschung im mitteldeutschen Raum so wichtigen Dissertation zum Thema „Rechtsikonographie der Dresdner Bilderhandschrift des Sachsenspiegels“ unterstützt werden.

 

 

Zur Stipendiatin:

 

Marion Perrin wurde am 2. Mai 1974 in Magdeburg geboren. Ihre Schulausbildung erhielt sie in der POS „Hans Beimler“ und der EOS/Gymnasium „Geschwister Scholl“ in Magdeburg.

 

Im Anschluss daran nahm sie ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Martin-Luther-Universität in Halle auf und beendete dieses im September 1998 mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie zum Thema „Rechtsgeschichte“.

 

Das anschließende rechtswissenschaftliche Referendariat legte sie im Oberlandes­gericht Naumburg ab und beendete dieses im Januar 2002 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen.

 

Von 2002 bis 2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Heiner Lück – Eike-von-Repgow-Preisträger 2002 – im Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäische, Deutsche und Sächsische Rechtsgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Von April 2004 bis März 2007 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und war Mitbegründerin der Forschungsstelle „Magdeburger Recht“, einem Gemeinschafts­projekt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Landeshauptstadt Magdeburg.

 

Seit April dieses Jahres arbeitet Frau Perrin als Juristin in der Agentur für Arbeit Magdeburg.

 

 

Veröffentlichungen und Mitautorenschaft:

 

2006    Zur Ikonographie der Dresdner Bilderhandschrift des Sachsenspiegels

in: Eike von Repgow Sachsenspiegel. Die Dresdner Bilderhandschrift

hrsg. von Heiner Lück

Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz/ Österreich.

 

2007        Fotokopierte und transliterierte Magdeburger Schöffensprüche.

            Zu den Beständen im Magdeburger Stadtarchiv

            in: Magdeburger und Lübecker Recht im europäischen Kontext
            hrsg. von Heiner Lück, Matthias Puhle, Andreas Ranft
Böhlau-Verlag Köln, Weimar, Wien

 

2007    Sachsenspiegel und Magdeburger Recht

            in: Monumenta Guerickiana, Heft 16/17

            hrsg. von Otto-von-Guericke-Gesellschaft Magdeburg

 

 

 

 

 

Ein Foto der Stipendiatin in digitaler Form erhalten Sie auf Nachfrage.




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