Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus die Botschafterin Chiles, I.E. Marigen Hornkohl. Während ihres Besuches trug sich die Diplomatin in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
Vor dem Empfang beim Oberbürgermeister war die Botschafterin beim Unternehmen FAM in der Sudenburger Wuhne zu Gast. Am späten Nachmittag besucht die Diplomatin das Max-Planck-Institut für die Dynamik komplexer technischer Systeme, bevor sie am Abend im Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg einen Vortrag unter dem Titel "Chile und Deutschland im 21. Jahrhundert – Herausforderungen an die soziale Gerechtigkeit" hält.
Marigen Hornkohl ist seit Mai 2006 Botschafterin der Republik Chile in Deutschland. Zuvor war die studierte Sozialarbeiterin unter anderem Bildungsministerin ihres Landes (2005 bis 2006), Staatssekretärin für Bildung (2003 bis 2005) und Staatssekretärin für Soziale Sicherung (2000 bis 2003). Die 54-jährige Diplomatin ist verheiratet und hat fünf Kinder.
Mit Marigen Hornkohl hat sich heute zum vierten Mal eine chilenische Persönlichkeit in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg eingetragen. Vor einigen Jahren waren bereits der Bürgermeister der Stadt Temuco René Saffirio Espinoz (1995), der frühere Staatsminister der Republik Chile Victor Gonzales Maertens (1996) und der Präsident des Senats der Republik Chile Andrés Zaldivar Larrain (2003) zu Gast im Magdeburger Rathaus.
Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung erfolgte am 10. Mai 1931 durch die Mitglieder des Magistrats. Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen.
Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.