Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. Dezember 2007

Neuerschließung des Gewerbeparks am Hafenbecken I und II fertiggestellt

Feierliche Einweihung heute in Magdeburg-Rothensee

Magdeburg.

 

In Magdeburg-Rothensee wurde jetzt die Sanierung eines ehemals maroden Industriestandortes zu einem neuen Gewerbegebiet abgeschlossen. Heute weihten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke die Anlagen ein.

 

Die Bauarbeiten zur Neuerschließung des Gewerbegebietes am Hafenbecken I und II in Magdeburg-Rothensee hatten im Juni 2007 mit dem ersten Spatenstich begonnen. Die Neuerschließung des Areals an den Hafenbecken war dringend notwendig, da am Altindustriestandort mit einer Größe von 394.000 m² die Infrastruktur zusammenzubrechen drohte.

 

„Der Gewerbepark bietet mit seiner Lage an den Hafenbecken I und II logistisch die besten Voraussetzungen. So ist von vielen Grundstücken ein direkter Hafenumschlag möglich. Mit der neuen Erschließung wurde die Voraussetzung zur qualitativ besseren Nutzung dieses Altindustriestandortes geschaffen“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute zur Einweihung. „Dadurch konnten wir für acht Unternehmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern den Standort sichern. Außerdem wird sich ein großes Logistikunternehmen in diesem Gebiet ansiedeln.“  

 

Umweltministerin Petra Wernicke begrüßte die Neuerschließung. "Dort, wo Industrie war, auch wieder Industrie anzusiedeln, ist auch unter umweltpolitischem Gesichtspunkt die beste Lösung und einem Neubau auf der sprichwörtlichen grünen Wiese vorzuziehen. Mit der Neuerschließung zeigen Stadt, MDSE und LAF vorbildhaft, wie Altflächen gewinnbringend für Wirtschaft und Umwelt saniert werden können", sagte sie.

 

Auf Initiative des städtischen Wirtschaftsdezernates und der MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH wurden bereits im Jahr 2005 die ersten Gespräche zur gemeinsamen Erschließung des Gebietes mit den Grundstückseigentümern, den ansässigen Firmen und dem Wirtschaftministerium des Landes Sachsen-Anhalt angeschoben.

 

 

 

Neben der Landeshauptstadt Magdeburg waren als Projektträger die MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH und im Zusammenhang mit der Altlastenbeseitigung die Landesanstalt für Altlastenfreistellung Sachsen–Anhalt (LAF) sowie die Grundstücksfonds Sachsen-Anhalt (GSA) als Projektsteuerer tätig.

 

Die Investitionskosten zur Umsetzung der geförderten Erschließungsmaßnahme betrugen insgesamt ca. 2,65 Mio. Euro, davon wurden 2,047 Mio. Euro aus dem europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), vom Bund und vom Land Sachsen-Anhalt getragen. Die notwendige Komplementärfinanzierung in Höhe von 603.000 € wurde von den ansässigen Firmen und dem Energieversorgungsunternehmen SWM erbracht.

 

In Abstimmung mit den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) sowie den ansässigen Firmen bzw. Grundstückseigentümern wurden die erforderlichen Medien wie Trinkwasser, Abwasser, Elektro, Straßenentwässerung im Gehweg bzw. in den angrenzenden Seitenbereichen verlegt.

 

Das vorhandene Trinkwassernetz wurde erweitert und das Stromnetz den aktuellen Erfordernissen angepasst. Das Entwässerungssystem wurde neu errichtet, für die Ableitung von Regenwasser ein neuer Kanal bis zum Hafenbecken I verlegt. Außerdem wurden die Erschließungsstraßen auf mehr als 1 km Länge erneuert.

 

Das Bauvorhaben konnte wie geplant sowohl im zeitlichen Rahmen als auch im vorgegebenen Kostenbudget abgeschlossen werden.

 

Die Erreichbarkeit aller ansässigen Unternehmen während der Bauphase war u.a. durch ein System von Baustraßen immer sichergestellt, wobei die Beteiligten im Baustellenbetrieb ab und an auch Einschränkung verkraften mussten. „Durch gegenseitige Rücksichtnahme der unterschiedlichsten Akteure konnte so manche schwierige Situation bezogen auf das Zusammenwirken von Baumaßnahme und Logistik der angesiedelten Unternehmen gemeistert werden“, dankte Dr. Klaus Puchta, Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit der Landeshauptstadt anlässlich der offiziellen Freigabe der neuen Erschließungsanlagen allen Beteiligten für die Zusammenarbeit.

 

 

 

Fakten zum Vorhaben

 

Kosten gemäß Zuwendungsbescheid:

Investitionskosten: 2,650 Mio. €

davon :

Fördermittel: 2,047 Mio. € vom Bund, Land und EU

Komplementärmittel und Eigenanteil Energieversorgungsunternehmen: 603.000 €

Die Gesamtbilanzierung erfolgt mit der Verwendungsnachweisprüfung bis 31.03.2008

 

 

 

Die Akteure:

-          Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Sachsen-Anhalt sowie Investitionsbank und Landesverwaltungsamt als Fördermittelgeber

-          Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit: Fördermittelempfänger für die Landeshauptstadt Magdeburg, Leitung des Projektes

-          Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbh (MDSE) als Erschließungsträger

-          Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF): trägt die Kosten der Altlastenentsorgung im Rahmen einer separaten Gefahrenabwehrmaßnahme

-          Grundstücksfonds Sachsen-Anhalt GmbH (GSA): Projektsteuerung

-          SWM: Medienversorgung Trinkwasser, Elektro

-          Planungsbüro IVW GmbH Magdeburg: Planung und Bauoberleitung

-          Planungsbüro pmi mbH Magdeburg: Örtliche Bauüberwachung

-          Bauausführende Firma: ARGE Hafenbecken I und II, Strabag AG/Eurovia.GmbH

 

Fakten zur Baumaßnahme:

Ø        Standortsicherung von 8 Firmen mit ca. 200 Arbeitsplätzen

Ø        Während der Baumaßnahme konnten ca. 8.000 m² an ein Logistikunternehmen vermarktet werden

Ø        Erschlossene Industrie- und Gewerbeflächen insgesamt: 394.000 m² (incl. Erschließungsflächen)

Ø        Zur Vermarktung stehen ca. 125.000 m² (ca. 32% der Gesamtfläche) an

Ø        Bau von ca. 1.035 m Straße einschließlich begleitender Medienerschließung (Planstr. A: 700m, Planstr. B: 160m, Planstr. C: 175m)




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