Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper konnte heute im Alten Rathaus von Rüdiger Erben, Staatssekretär im Innenministerium Sachsen-Anhalts einen Zuwendungsbescheid über 525.000 Euro für den Neubau der Feuerwache Nord entgegennehmen.
Der Neubau mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 10 Mio. Euro ist derzeit eine der größten Investitionen der Landeshauptstadt. Grundsteinlegung war im Juni 2007, im Januar 2008 wird Richtfest gefeiert, die Einweihung ist für 2009 geplant. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land einen Förderbescheid über knapp 480.000 Euro übergeben.
„Der Neubau einer modernen Feuerwache im Norden der Stadt ist einer der wichtigsten Bausteine in unserem 1994 beschlossenen und seitdem stetig fortgeschriebenen Feuerwehrkonzept“, so OB Trümper heute anlässlich der Fördermittelübergabe. „Die Berufsfeuerwehr erhält damit moderne, optimale Arbeitsbedingungen.“
Nach Fertigstellung des Komplexes im Frühjahr 2009 werden die Feuerwachen in der Brandenburger Straße und in der Nachtweide aufgegeben. Die 1997 fertiggestellte moderne Einsatzleitstelle bleibt weiterhin in der Brandenburger Straße.
In der Feuerwache Nord werden künftig 170 Mitarbeiter Dienst tun, darunter rund um die Uhr 30 Feuerwehrleute im Einsatzdienst. Auch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz und der Einsatzstab für Krisen und Katastrophen werden künftig dort arbeiten. Nach den Erfahrungen aus dem Jahrhunderthochwasser 2002 und nachfolgenden Ereignissen werden in der Feuerwache Nord für die Kräfte des Stabes moderne Arbeitsbedingungen geschaffen, u. a. durch die Einrichtung einer Fernmeldezentrale.
Der Neubau umfasst einen 3-geschossigen Riegel an der Rogätzer Straße und ein 2-geschossiges Gebäude an der Peter-Paul-Straße, die beide gleich hoch sind. Im Erdgeschoss werden Fahrzeug-Wasch- und Reparaturhallen, Werkstätten (Taucher, Druckluft), Lager und Technik-Räume sowie Stellplätze untergebracht.
Im 1. Obergeschoss entstehen Büros und Lagerräume, im 2. Obergeschoss Schlafräume, Sozial-, Schulungs-, Umkleide-, Sport- u. Sanitärräume für die Einsatzkräfte sowie Büros für die Verwaltung. Auch die Räume für den Einsatzstab werden dort untergebracht. Für die Fahrzeuge wird außerdem ein Carport errichtet.
Mit Fertigstellung der Feuerwache Nord verfügt die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt über komplett erneuerte, moderne Standorte. Die Landeshauptstadt hat nach 1990 erheblich in den vorbeugenden Brandschutz sowie die technische und materielle Ausstattung der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren investiert.