Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Sachsen-Anhalts Innenstaatssekretär Rüdiger Erben haben heute i
n Anwesenheit von Feuerwehrleuten, Architekten, Bauarbeitern und zahlreichen Gästen symbolisch den Richtnagel für die neue Feuerwache Nord geschlagen. Der Neubau mit einem Kostenvolumen von rund 10 Millionen Euro ist die derzeit größte Investition der Landeshauptstadt. 2009 soll Einweihung gefeiert werden.
"Der Neubau einer modernen Feuerwache an der Peter-Paul-Straße gehört zu den wichtigsten Bausteinen des Magdeburger Feuerwehrkonzepts", hob der Oberbürgermeister beim Richtfest die Bedeutung der Baumaßnahme hervor. "Die Berufsfeuerwehr erhält damit moderne und optimale Arbeitsbedingungen."
Ab März 2009 werden in der Feuerwache Nord das Amt für Brand- und Katastrophenschutz sowie 120 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr untergebracht. Auch der Einsatzstab für Krisen und Katastrophen wird künftig dort arbeiten. "Wir setzen die Erfahrungen aus dem Jahrhunderthochwasser 2002 und den nachfolgenden Ereignissen um und schaffen hier für die Kräfte des Stabes bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere modernere Kommunikationsmöglichkeiten", so Dr. Lutz Trümper. "Die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander und Kommunikation mit den Bürgern ist in kritischen Situationen das A und O."
Nach Fertigstellung des Komplexes werden die Feuerwachen in der Brandenburger Straße und in der Nachtweide aufgegeben. Die 1997 fertig gestellte moderne Einsatzleitstelle bleibt in der Brandenburger Straße. Durch die Zusammenlegung der Feuerwachen in der Nachtweide und in der Brandenburger Straße am neuen Standort in der Alten Neustadt ergeben sich ab 2009 durch Synergie-Effekte jährliche Einsparungen von mindestens 400.000 Euro.
Insgesamt 10,045 Millionen Euro investiert die Stadt in den Neubau an der Peter-Paul-Straße. Darunter sind etwa eine Million Euro Fördermittel. 600 Kubikmeter Beton und 270 Tonnen Stahl wurden für den Rohbau verarbeitet, 7.000 Kubikmeter Boden ausgetauscht.
Der Neubau umfasst einen 3-geschossigen Riegel an der Rogätzer Straße und ein 2-geschossiges Gebäude mit gleicher Höhe an der Peter-Paul-Straße. Im Erdgeschoss werden Wasch- und Reparaturhallen, Werkstätten (Taucher, Druckluft), Lager und Technik-Räume sowie Stellplätze untergebracht.
Im 1. Obergeschoss entstehen Büros und Lagerräume, im 2. Obergeschoss Schlaf-, Sozial-, Schulungs-, Umkleide-, Sport- und Sanitärräume für die Einsatzkräfte sowie Büros für die Verwaltung. Auch die Räume für den Einsatzstab werden dort untergebracht. Mit Fertigstellung der Feuerwache Nord verfügt die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt ab März 2009 ausschließlich über komplett erneuerte, moderne Standorte.
Die Landeshauptstadt hat nach 1990 erheblich in den Brandschutz sowie in die technische und materielle Ausstattung der Berufsfeuerwehr und der zehn Freiwilligen Feuerwehren investiert. Dazu gehören unter anderem der Neubau von zwei moderne Feuerwachen (Nord und Süd), der Neubau einer modernen Einsatzleitstelle in der Brandenburger Straße, der Neubau von Gerätehäusern für die Freiwilligen Feuerwehren Beyendorf-Sohlen, Randau und Pechau, die Anschaffung moderner Löschfahrzeuge und Spezialtechnik sowie der Einbau von Brandschutztüren und Fluchttreppen in Schulen, Kindereinrichtungen und öffentlichen Gebäuden.