Magdeburg.
In der vergangenen Nacht war bei einem Fensterhersteller in der Hohendodeleber Straße aus bisher unbekannter Ursache Feuer ausgebrochen. Die Magdeburger Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren konnten den Brand bis zum Morgen löschen. Inzwischen haben die Aufräumarbeiten begonnen. Bewohner der angrenzenden Beimssiedlung müssen in den nächsten Stunden noch mit Geruchsbelästigungen rechnen, Gesundheitsgefahr besteht nicht.
Kurz nach Mitternacht ging der Notruf in der Leitstelle der Magdeburger Berufsfeuerwehr in der Brandenburger Straße ein. Als die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und zwei Freiwilligen Feuerwehren wenige Minuten später mit zwei Löschzügen vor Ort eintrafen, stand die Produktionshalle des in der Hohendodeleber Straße ansässigen Fensterherstellers in Flammen.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden sofort zwei Schadstoffmeßfahrzeuge der Feuerwehr angefordert und Fachleute des städtischen Gesundheits- und Veterinäramtes hinzugezogen. Im Rauch konnten außer Spuren von Chlor keine gesundheitsgefährdenden Stoffe nachgewiesen werden, die Konzentration des nachgewiesenen Chlorgases lag weit unter den gesundheitskritischen Grenzwerten. Trotzdem wurden die Bewohner der angrenzenden Beimssiedlung aufgrund der starken Rauchentwicklung unverzüglich durch Lautsprecherwagen der Polizei sowie über Rundfunk aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Feuerwehr war während der gesamten Nacht mit bis zu 83 Kameraden im Einsatz, um den Brand zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. In unmittelbarer Nachbarschaft der Produktionshalle befinden sich ein Büro- und Geschäftshaus sowie ein Flüssiggasbehälter und eine mobile Tankstelle. Diese konnten gesichert werden.
Inzwischen ist das Feuer gelöscht. Derzeit ist eine Spezialfirma dabei, die Produktionshalle abzutragen. Die Brandreste werden auseinandergezogen, um die letzten Glutnester zu löschen. Bei den Messungen am Morgen konnten keine Schadstoffe mehr nachgewiesen werden. Aufgrund der Geruchsbelästigungen werden die Bewohner der Beimssiedlung gebeten, Fenster und Türen in den nächsten Stunden noch geschlossen zu halten. Die Hohendodeleber Straße bleibt bis zum Abschluss des Feuerwehreinsatzes gesperrt.
Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Auch das städtische Bauordnungsamt ist vor Ort. Der Schaden wird auf 3,5 Mio. € geschätzt.
Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz dankt allen Einsatzkräften für das schnelle und umsichtige Handeln und die gute Koordination: „Durch die professionelle Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Gesundheits- und Veterinäramt sowie Polizei konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und eine Gefährdung für die die Bevölkerung zu jeder Zeit ausgeschlossen werden.“