Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 21. Februar 2008

Landeshauptstadt und Arbeitsagentur definieren „Lokale Ziele der Arbeitsförderung“ für 2008

Neue Modelle der Kooperation von Kommune und Agentur für Arbeit

Magdeburg.

In Magdeburg haben Stadtverwaltung und Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter ARGE GmbH  jetzt „Lokale Ziele zur Arbeitsförderung“ vereinbart. Mit dem Programm sollen Arbeitslosigkeit gesenkt, Bedarfsgemeinschaften mit Kindern besonders gefördert und benachteiligte Erwerbsfähige besser integriert werden. Auch das interne Controlling der ARGE soll verbessert werden. Die neue Form der Kooperation  könnte bundesweit Schule machen.

 

Folgende fünf Ziele wollen die Agentur für Arbeit, die Landeshauptstadt und die von beiden gemeinsam getragene Jobcenter ARGE GmbH in diesem Jahr umsetzen:

 

Ziel 1

2008 wird die durchschnittliche Arbeitslosenquote 13 % betragen.

 

Ziel 2

Mit der Umsetzung des Modellprojektes „ Projekt lokale Aktivierung“ wird die Arbeitslosigkeit gesenkt und damit verbunden eine dauerhafte Verringerung der Hilfebedürftigkeit einschließlich der Leistungen für Grundsicherung und Kosten für Unterkunft und Heizung erreicht.

 

Ziel 3

Im Rahmen des Bundeszieles „Senkung der passiven Leistungen“ wird die ARGE die Kosten für Unterkunft und Heizung senken.

 

Ziel 4

2008 werden sich die Aktivitäten der Jobcenter ARGE Magdeburg GmbH bei Besetzungen von Arbeitsfördermaßnahmen, der Integration und  bei der Vermittlung auf den regulären Arbeitsmarkt zu 25% auf Bedarfsgemeinschaften mit Kindern beziehen.

 

Ziel 5

Es wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Agentur für Arbeit, der Landeshauptstadt und der ARGE Magdeburg, gebildet. Diese Arbeitsgruppe entwickelt einen gemeinsamen „Controlling-Rahmen“ mit einer validen und verbindlichen Datenlage, Informationszufuhr und Verfahrensstruktur.

 

 

Ehrgeiziges Ziel ist die Senkung der Arbeitslosigkeit

„Erstes und wichtigstes Ziel ist die Senkung der Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt. Dafür ist der Prozess der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen auf den 1. Arbeitsmarkt weiter zu intensivieren“, betont der Vorsitzende der Geschäftsführung der Magdeburger Arbeitsagentur, Wolfgang Meyer. Dabei kommt es darauf an, die Schlagkraft zur Akquirierung von Stellen in der Region deutlich zu erhöhen. Die Intensivierung der Stellenbesetzung soll durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice von ARGE und Arbeitsagentur erreicht werden. Derzeit sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen noch so positiv, dass eine Vielzahl von Arbeitslosen auf ein vorhandenes Stellenangebot einmünden könnte. Um eine passgenaue Vermittlung zu erreichen, erfolgt eine verstärkte Ansprache von Langzeitarbeitslosen, die dann durch eine individuelle Vorbereitung für den 1. Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

 

Projekt „Lokale Aktivierung“

Mit diesem Projekt, in das 400 erwerbsfähige Hilfebedürftige eingebunden werden sollen, will die ARGE durch eine exemplarisch intensive Betreuung und Aktivierung der Projektteilnehmer mögliche Unterstützungsleistungen der ARGE und Dritter entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Projektteilnehmer optimal ausschöpfen. Zugleich soll deren Eigeninitiative entwickelt und in umfassender Weise genutzt werden. Ziel ist es, für möglichst viele Projektteilnehmer die Hilfebedürftigkeit zu überwinden oder – zumindest -  spürbar zu reduzieren. In das Projekt werden erwerbsfähige Hilfebedürftige  aller Betreuungsstufen sowie aller Zielgruppen einbezogen, so dass das gesamte Bewerberspektrum der ARGE widergespiegelt wird. Damit leistet die ARGE auch einen partiellen Beitrag zur Stabilisierung von Familien mit Kindern und von Alleinerziehenden sowie  zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, von Älteren oder behinderten Menschen.

 

 

Senkung der Ausgaben für Unterkunft und Heizung

Da die Kommune die Kosten für Unterkunft und Heizung für Hartz-IV-Empfänger und sogenannte „Aufstocker“ zu tragen hat, bereiten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die stark gestiegenen Ausgaben in diesem Bereich zunehmend Sorge: „Auch in Magdeburg gibt es immer mehr Menschen, die trotz Vollbeschäftigung auf ergänzende Sozialleistungen für Unterkunft und Heizung angewiesen sind“, stellt das Stadtoberhaupt fest. „Wer voll berufstätig ist, muss seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten können. Hier muss die Bundesregierung dringend handeln.“

 

Auch durch weiter sinkende Arbeitslosenzahlen können die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung gesenkt werden. „Im Jahresverlauf 2007 konnte die Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt von 17,6 % im Januar auf 13,7 % im Dezember gesenkt werden“, so Wolfgang Meyer, Chef der Arbeitsagentur Magdeburg. „Für 2008 streben wir eine durchschnittliche  Arbeitslosenquote von 13 % an.“

 

 




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