Magdeburg.
Durch das Hochwasser 2002/2003 wurde auch die Stützmauer am Westufer der Elbe schwer beschädigt. Große Teile sind inzwischen wieder nutzbar. Derzeit wird der Elbpromenadenweg zwischen Fürstenwallbrücke und Hubbrücke saniert und ist deshalb gesperrt. Das Tiefbauamt warnt ausdrücklich davor, die Absperrungen zu missachten. Hier besteht bei unbefugtem Betreten akute Einsturzgefahr.
Nachdem in den in den zurückliegenden Jahren der Petriförder neu gestaltet, die Ufermauer zwischen Schiffsanleger und Strombrücke stabilisiert wurde und in Höhe der Bastion Cleve mit den neuen Stützstufen ein attraktiver Erlebnisbereich am Fluss geschaffen wurde, finden derzeit Bauarbeiten im Bereich zwischen der vor wenigen Wochen eröffneten Fußgängerbrücke über den Fürstenwall und der Hubbrücke statt. Dort weist die Ufermauer Hohlräume unter dem Fußweg auf.
Durch das steigende Wasser der Elbe vor Weihnachten 2007 mussten die Arbeiten eingestellt werden. Bisher sind vor der Stützmauer tiefergehende Ausschachtungen vor der Mauer erfolgt, so dass eine flussseitige Stützung derzeit ausschließlich durch das Wasser erfolgt. Bei den Ausschachtungen wurden erhebliche Hohlräume hinter der Gründung der Wand, unter dem Weg der Elbuferpromenade festgestellt. Diese Hohlräume müssen verfüllt und verpresst werden, um wieder eine vollständige Tragfähigkeit des Weges zu erzielen.
Auf Grund des hohen Wasserstandes konnte dies bisher nicht erfolgen. Diese bestehenden Hohlräume sind zwischenzeitlich mit Elbwasser gefüllt und werden dadurch weiter aufgeweicht.
Durch die wechselnden Wasserstände und Wellenbewegungen des Elbpegels - auch innerhalb der Hohlräume - wird der tragende Erdstoff des Elbpromenadenweges weiter aufgeweicht, ausgespült und die Hohlräume vergrößern sich. Nach Auswertung ähnlich gelagerter Fälle und Meinung renommierter Baugrundsachverständiger besteht hier die Gefahr eines plötzlichen Grundbruches. Das heißt, der aufgeweichte Erdstoff und die mit Hohlräumen versehene Stützmauer, könnte durch unkontrollierte Wellenbewegung des Elbwassers plötzlich nach unten einstürzen!
Für Personen, die die Absperrungen ignorieren und den gesperrten Bereich unbefugt betreten, besteht die Gefahr des Absturzes. Bei Einsturz könnte z.B. ein Schlammloch entstehen, in dem die abstürzenden Personen versinken und aus dem sie sich nicht mehr selbst befreien können.
Das Tiefbauamt weist deshalb nochmals darauf hin, die vorgenommene Sperrung des Weges zu beachten und die vorgenommene Absperrung mit Bauzäunen nicht gewaltsam zu öffnen oder zu beseitigen. Die erste Person, welche hier gewaltsam eine Sicherheitsbarriere beseitigt, macht sich strafbar. Sie haftet zudem nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit nachfolgender Personen, welche aus Unwissenheit den Weg nutzen, weil die Sperrung auf Grund der Entfernung oder Zerstörung nicht mehr wahrnehmbar ist.
Auf Grund aktueller Vorkommnisse werden verstärkte Kontrollen – vor allem an den Wochenenden - erfolgen.
Die Stadtverwaltung strebt eine Stabilisierung des Elbuferpromenadenweges bis Ende April 2008 an. Der Fortgang der Bauarbeiten in diesem Bereich ist jedoch stark vom Pegelstand der Elbe abhängig.