Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 03. März 2008

Bröcker: „Lokaler Aktionsplan stärkt Sozialkompetenz von Kindheit an“

Sozialbeigeordnete besucht Patenprojekt in Grundschule.

Magdeburg.

Mit einem Gastgeschenk im Gepäck besuchte die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker heute die Grundschule „Am Umfassungsweg“. Als Patin des Projektes „Demokratieentwicklung in der Grundschule“ hat sich die Beigeordnete vor Ort vom positiven Verlauf des Projektes überzeugt. Dabei überreichte die Beigeordnete einen von ihr zugunsten von Unicef ersteigerten Teppich, der jetzt die Grundschule schmückt.

 

Rund vierzig Schülerinnen und Schüler erwarteten im Speiseraum der Schule gespannt die Patin aus dem Rathaus. Allen ist eines gemeinsam: Seit Anfang Februar wird ihr Sozialverhalten besonders geschult. Genau genommen nehmen die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klassen seit gut einem Monat am Leben des Schafs Ferdinand Anteil. Gemeinsam mit der wolligen Handpuppe bereisen sie ferne Länder und nehmen dem etwas schüchternen Tier die Angst vorm Fremdsein, geben Tipps und entwickeln Handlungsmaximen.

 

„Im Spiel mit der Puppe wächst das Einfühlungsvermögen der Kinder. Sie versetzen sich in die Ferdinands Situation und überwinden dabei eigene Hemmungen“, erläutert Schulsozialarbeiterin Anke Schuler, die im Auftrag des Deutschen Familienverbands LV Sachsen-Anhalt e.V. das Projekt betreut. Sie ist vom Engagement der Kinder begeistert. Als Schulsozialarbeiterin betreut sie auch die Schüler der nahegelegenen Sekundarschule und weiß schon aus dieser Erfahrung heraus, dass das Sozialtraining nicht früh genug beginnen kann.

 

Diese Erkenntnis war auch für die Magdeburgs Sozialbeigeordnete Beate Bröcker Grund genug, um ihr Engagement im Rahmen des Lokalen Aktionsplans für Demokratie und Toleranz durch eine eigene Patenschaft zu untersetzen. Aus ihrer Sicht, ist es Aufgabe des Lokalen Aktionsplans die Sozialkompetenz von Kindheit an zu stärken. „Kinder für Gefühle ihrer Mitschüler zu sensibilisieren, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und sie zu friedlichen Konfliktlösungen zu befähigen; dies sind die elementaren Bausteine des geförderten Sozialtrainings“, erklärt die Beigeordnete.

 

 

Für den Koordinator des Lokalen Aktionsplans Magdeburg Thomas Weber steht das Projekt beispielhaft für mittlerweile über 20 geförderte Projekte in Magdeburg und weitere, die folgen sollen. Dabei sind die inhaltlichen Schwerpunkte und methodischen Zugänge den Bedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen angepasst.

 

„Wir werden mit den Projekten künftig verstärkt an die Öffentlichkeit gehen, um die Aktionen in der Bevölkerung bekannter zu machen“, erläutert Weber. Ein nächster Termin steht schon fest: Am 25. März erhalten im Rahmen einer kleinen Feier zehn jugendliche Streitschlichter aus dem Hort Alt-Olvenstedt ihre Urkunden aus den Händen ihrer Ausbilderin Anke Schuler.

 

Der Lokale Aktionsplan wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie".

 

Hintergrund

Die Landeshauptstadt Magdeburg erhält jährlich Fördermittel in Höhe von 100.000 € aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie." zur Entwicklung und Umsetzung eines Lokalen Aktionsplanes. In den zurückliegenden Monaten erarbeiteten freie Träger der Jugendhilfe, die Stadtverwaltung sowie weitere im Themenfeld Demokratieförderung erfahrene Akteure ein Handlungskonzept. Zu den Zielgruppen der Projekte gehören Multiplikatoren, Kinder und Jugendliche sowie Migranten.

Ziel des Lokalen Aktionsplanes ist die Stärkung der demokratischen und politischen Kultur zur Prävention von Rechtsextremismus, die Förderung des interkulturellen Dialogs und die Förderung von Zivilcourage und zivilgesellschaftlicher Meinungsäußerung. Insgesamt 25 Projekte unterschiedlicher Träger werden im Rahmen des Aktionsplanes gefördert. Die Koordination hat der Verein Miteinander e.V. übernommen.

Zusätzlich zu den Mittel aus dem Bundeshaushalt stellt die Landeshauptstadt jährlich 15.000 € aus ihrem Haushalt für den Lokalen Aktionsplan zur Verfügung.




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