Region Kassel: Land Hessen muss zum Ausbau des Flughafens Kassel-Calden stehen

06. März 2008. Die Stadt und Landkreis Kassel gehen davon aus, dass das Land Hessen zu den vertraglichen Vereinbarungen zum Ausbau des Flughafens Kassel-Calden steht - ungeachtet zukünftiger politischer Koalitionen. Das erklärten am Donnerstag, 6. März, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel und Vizelandrat Uwe Schmidt in einer Pressekonferenz. Das Land habe sich bisher sehr engagiert für den Ausbau des Flughafens eingebracht. Dass diese Kooperation mit dem Land Hessen auch auf einem wirksamen Vertrag basiere, machten die drei Kommunalpolitiker heute nochmals deutlich.

Oberbürgermeister Hilgen betonte, dass die Flughafen GmbH Kassel eine solide Gesellschafterstruktur habe, an der das Land Hessen maßgeblich beteiligt ist. „Mit dieser Gesellschafterstruktur kann und muss das Unternehmen den Ausbau zu einem zukunftsfähigen Flughafen zielgerichtet fortsetzen.“

Regionalflughafen dient der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region

Kassel ist das Zentrum des nordhessischen Wirtschaftsraumes. Aufgrund der zentralen Lage im Schnittpunkt der wichtigsten Hauptverkehrsader ist Kassel ein idealer Standort für die wirtschaftliche Betätigung verschiedenster Unternehmen, gleich ob Handel, Industrie, Logistik oder Dienstleistungen.

„Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren die hervorragende Lage Kassels erkannt und ihre Betriebe erfolgreich geführt. Dies zeigen unter anderem die deutlich gestiegenen Gewerbesteuererträge“, so Stadtkämmerer Dr. Barthel.

Eine Betrachtung des Ausbaus von Kassel-Calden sollte sich nicht nur auf betriebswirtschaftliche Zahlen stützen, sondern auch volkswirtschaftlich bewertet werden - als Investition zur Aufwertung der Region. „Vorliegende Studien gehen davon aus, dass Regionalflughäfen als Infrastruktureinrichtungen der regionalen Daseinsvorsorge dienen, also der nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung einer Region. An dieser Entwicklung müssen die Stadt Kassel und die Region selbstverständlich teilhaben“, sagte Vizelandrat Schmidt.

Stärkung des Wirtschaftsstandortes

Angesichts des zunehmenden internationalen Zusammenwirkens gewinnt die schnelle Erreichbarkeit entfernter Ziele immer mehr an Bedeutung. Um den in der Region Kassel angesiedelten Unternehmen die Möglichkeit zu geben, expandieren zu können, benötigen sie die Anbindung an das europäische Luftverkehrsnetz. Durch individuelle Geschäftsreiseflüge werden kurze Wege zwischen den Unternehmen und ihren Kunden geschaffen.

Hiervon könnten auch bereits ansässige Firmen, wie z.B. Wintershall, Wingas, B. Braun - Melsungen, Viessmann, Thyssen-Henschel, Volkswagen AG in Baunatal profitieren.

Durch den Ausbau des Flughafens und der damit einhergehenden Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes versprechen sich die Stadt und Landkreis Kassel einen weiteren, stetigen Zuwachs der Ansiedlung innovativer Unternehmen, denen dann ein umfassendes Infrastrukturnetz zur Verfügung stehen wird.

Bei Standortentscheidungen überregional tätiger Unternehmen ist zudem die Frage des Vorhandenseins eines Flughafens entscheidungsrelevant. Ein regionaler Flughafen trägt daher entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit der Region bei.

Diese Entwicklung geht mit einer Wertschöpfung einher, die sich positiv auf die Region im Allgemeinen und die Gewerbesteuererträge der Städte und Gemeinden im Besonderen auswirken wird.

Schaffung von Arbeitsplätzen

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Region ist die mit dem Ausbau und Betrieb des Flughafens einhergehende Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen am Standort und im Flughafenumland. Nicht nur die am Flughafen ansässigen Unternehmen werden von dem Ausbau partizipieren, sondern auch die von ihnen beauftragten Zulieferfirmen.

Der Ausbau wird aber auch die Möglichkeit neuer Betätigungsfelder, insbesondere im Dienstleistungsbereich, bieten, für die wiederum Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Stärkung des Tourismus

Ferner bestehen durch den Ausbau des Flughafens neue Möglichkeiten der touristischen Vermarktung sowohl für Ziele außerhalb Deutschlands als auch in Nordhessen. Auch hier werden Potenziale zur Stärkung der Region gesehen, wenn Touristen der Besuch von Kassel - z. B. der international renommierten Kunstausstellung documenta und der landschaftlich und kulturhistorisch attraktiven Region angenehmer und leichter zu ermöglichen ist.

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