Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 24. April 2008

Jahrtausendturm im Kleinformat reist nach Brüssel

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute vom Betriebsgelände der Firma Enercon in Magdeburg-Rothensee eine Miniatur-Ausgabe des Jahrtausendturmes nach Brüssel geschickt. Der Turm wird dort künftig im MiniEurope-Park neben anderen berühmten Sehenswürdigkeiten Europas präsentiert.

Bereits zum Sommerfest der Landesregierung Sachsen-Anhalts und der Landeshauptstadt Magdeburg  bei der Europäischen Kommission im Jahr 2005 wurde in Brüssel ein Modell des Jahrtausendturmes im MiniEurope-Park gezeigt. Der Parkinhaber bot der Landeshauptstadt seinerzeit an, ein Modell des Jahrtausendturms als erstes Exponat einer Stadt aus den neuen Bundesländern im MiniEurope-Park dauerhaft zu präsentieren. Der MiniEurope–Park zeigt bedeutende Baudenkmale, Wahrzeichen und andere besondere Bauwerke Europas im Miniaturformat. Derzeit wird der Park nur noch mit Exponaten der neuen EU-Beitrittsländer erweitert.

Das im Jahr 2005 präsentierte  Modell war leider für eine dauerhafte Ausstellung im Park nicht geeignet, so dass sich die Landeshauptstadt entschloss, ein den Maßgaben von MiniEurope entsprechendes Modell zu fertigen.

Auf Initiative des Dezernates für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit wurde in enger und konstruktiver  Zusammenarbeit mit der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg GmbH sowie den ebenfalls in Magdeburg ansässigen Wirtschaftsunternehmen Enercon GmbH, dem BMW-Autohaus „Block am Ring“ GmbH & Co. KG, der Firma Intema Industrietextilverarbeitung GmbH, dem Copy Shop Monika Döring und der GISE mbH ein Modell des Jahrtausendturmes im Maßstab 1:25 angefertigt, was in der Höhe ca. 3m und in der Grundfläche ca.3,60m x 2,90m misst.  Das Verpackungsmaterial für den sicheren Transport des Modells stellt die Firma KIPA Industrie-Verpackung GmbH zu Verfügung. Die Magdeburger Spedition Gerhard Bertram übernimmt den Transport des Modells nach Brüssel.

„Diese Firmen haben ihre Mitarbeit bzw. Leistungen überwiegend als Sponsoring eingebracht und so dazu beigetragen, Magdeburg auf internationaler Ebene mit einem außergewöhnlichen Modell zu präsentieren und bekannt zu machen“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Dafür möchte ich allen Sponsoren herzlich danken.“
Hintergrundinformationen zum Buga-Turm

Der Jahrtausendturm in Magdeburg ist mit 60 Metern Höhe das höchste Holzgebäude Deutschlands. Ursprünglich erbaut als Attraktion zur Bundesgartenschau 1999 ist der Jahrtausendturm mittlerweile zu einer der bedeutendsten Attraktionen Magdeburgs und Sachsen-Anhalts geworden. In ihm befindet sich eine Ausstellung zur Entwicklung der Wissenschaften, die mit vielen anschaulichen, teils interaktiven Experimenten aufwartet. Unter anderem kann man durch ein astronomisches Fernrohr die Uhr des Magdeburger Domes ablesen. Ein Foucaultsches Pendel, das in der Turmspitze aufgehängt ist, demonstriert die Rotation der Erde.

Die ersten Ideen zur Schaffung des Jahrtausendturmes entstanden 1991 in Zürich, als zur 700-Jahrfeier der Schweizer Eidgenossenschaft ein ähnlicher Bau wie der in Magdeburg geschaffen wurde. Dieser stand jedoch nur einen Sommer und wurde dann wieder abgebaut. In Anlehnung an diesen Turm schuf der Schweizer Bildhauer J.P. Staub das gewaltige Bauwerk, das fast vollständig aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz besteht.

Der Turm wurde auf bis zu 8 m hohen Schuttresten der Stadt Magdeburg errichtet. Zur Sicherung der Tragfähigkeit des Baugrundes wurden 130 Stahlbetonfertigpfähle in maximal 16 m Tiefe gerammt. Der Turm ist absichtlich schief konstruiert und enthält sechs Etagen. Diese sind durch ein Treppenhaus im Inneren und eine begehbare spiralförmige Rampe an der Außenhaut erreichbar. Im Inneren des Turms befindet sich eine 6000 Jahre in die Vergangenheit reichende chronologisch geordnete Ausstellung über wissenschaftliche Errungenschaften der Menschheit.

Die Ausstellungsetagen :
Erste Ebene: Frühe Hochkulturen und Anfänge der Menschheitsgeschichte. Begehbare ägyptische Wohnung, Grabkammer und Labyrinth. Veranschaulichung von physikalischen und mathematischen Problemen der frühesten Zeit.
Zweite Ebene: Mittelalter (500–1500). Antike Weltsysteme und Medizin, einfache Maschinen und das frühe Arabien.
Dritte Ebene: Frühe Neuzeit (1500–1650). Mechanik, Vakuum, Magnetismus, Mathematik, Alchemie, Medizin und der Weltbildwandel. Wichtige Kriege, die großen Entdeckungsreisen und Erfindungen (z.B. Buchdruck, Teleskop).
Vierte Ebene: 1650–1859. Medizin, Chemie, Biologie und Sinneswahrnehmung, darin Optik. Die Ebene ist unterteilt in die Ebenen 4.1, 4.2 und 4.3.
Darüber: 1750 bis zur Gegenwart. Elektrizität, Funktechnik, Wärmelehre, Fixsternparallaxe, Dopplereffekt, Raum und Zeit, Gentechnik und Kernenergie.
Fünfte Ebene sowie dazugehörige Ebene 5.1: Moderne Forschung in Naturwissenschaften und Medizin. Schwerpunkte: Mikrokosmos und Makrokosmos.
Sechste Etage: Aussichtsplattform




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