05. Mai 2008. In den nächsten Monaten soll in der Erich-Kästner-Schule in Rhauderfehn eine Schadstoff-Sanierung durchgeführt werden. Asbesthaltige Deckenplatten und Wandfugen mit PCB-Anteilen werden entfernt und durch neues Material ersetzt. Die Kreisverwaltung betont dabei in einer Pressemitteilung, dass das Schulgebäude vorsorglich saniert werde, auch wenn Untersuchungen Werte unter den vorgeschriebenen Grenzwerten ergeben hätten. Die Sanierung werde unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt, sodass eine gesundheitliche Gefährdung von Schülern und Lehrern ausgeschlossen werden könne.
Der Landkreis Leer als Schulträger hatte Ende 2007 in der Erich-Kästner-Schule umfangreiche Schadstoffmessungen in Auftrag gegeben. Anlass war ein Fernsehbericht, dem zufolge in einer Schule mit gleicher Bauweise und gleichem Alter gesundheitsgefährdende Substanzen festgestellt worden waren. Die Untersuchungen des Chemischen Untersuchungsamtes Emden ergaben, dass sich in den Akustikdecken Asbestfasern befinden und elastische Wandfugen polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten. Daraufhin wurde auch die Raumluft untersucht, in der keine Asbestfasern festgestellt wurden. Die PCB-Konzentration lag weit unter dem Wert, der Sanierungsmaßnahmen erforderlich macht.
Auch wenn davon ausgegangen werden konnte, dass für Schüler und Lehrer keine aktuelle Gesundheitsgefährdung besteht, hat der Landkreis als Schulträger aus Fürsorgepflicht dennoch für eine Schadstoffsanierung entschieden. Schulleitung und Eltern wurden im Februar dieses Jahres darüber schriftlich informiert.
Der Landkreis hat die Sanierungsmaßnahmen unter speziell ausgesuchten und dafür qualifizierten Sanierungsfirmen ausgeschrieben und will nun mit dem ersten Abschnitt in dieser Woche beginnen. Bis Anfang nächsten Jahres sollen alle Abschnitte abgeschlossen sein.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer
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