18. Juni 2008. Rund 200 Gäste aus den Niederlanden und Deutschland nahmen in der vergangenen Woche in Leer an einer Veranstaltung zum Thema „Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement“ teil. Das Zentrum für Arbeit des Landkreises Leer hatte zusammen mit German-Dutch Buisiness und Lelie Hollander aus den Niederlanden dieses Symposium veranstaltet. Es ging dabei um die Frage, wie langzeitarbeitslose Menschen wieder dauerhaft in den Arbeitsmarkt zurückkehren können.
Deutlich wurde dabei, dass in den Niederlanden bereits seit vielen Jahren intensiv an diesem Thema gearbeitet wird. Mit guten Erfolgen schaffen es Niederländer, auch nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit wieder in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Als Ergebnis sinkt die Arbeitslosigkeit seit 2003 kontinuierlich. In Deutschland sei man auf einem guten Weg, so die Meinung der anwesenden niederländischen Politiker, Stef Blok, 2. Kamer Mitglied aus Den Haag und Cor Drost, Vertreter des Bürgermeisters aus Hoogezand-Sappemeer. Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer, betonte, dass Kommunen bei der Beseitigung der Langzeitarbeitslosigkeit eine entscheidene Rolle spielen. „Wir brauchen den kommunalen Sachverstand, wenn Langzeitarbeitslosigkeit gesenkt werden soll. Nur die Kommunen kennen die Region und wissen um die Bedarfe“, so Bramlage. Dies betonte auch Dr. Hubert Meyer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Landkreistages.
Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemannn wies ausdrücklich auf eine dauerhafte Beteiligung der Kommunen bei Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit hin und sprach sich deutlich für den Optionsgedanken aus. Bundestagsmitglied Clemens Bollen betonte ebenfalls die gute Arbeit der Optionskommunen.
Die anwesenden niederländischen und deutschen Fachleute hatten nachmittags Gelegenheit, in sechs Workshops intensiv Lösungsansätze zu diskutieren, um Menschen wieder nach langer Arbeitslosigkeit in die Arbeitswelt zurückzubringen . Auch hier wurde deutlich, dass regionale Projekte und regionales Wissen und Kreativität die Schwerpunkte für ein erfolgreiches Arbeiten sind.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer
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