Magdeburg.
Die Psychologische Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Jugendamtes ist jetzt in der Kroatenwuhne 1 zu erreichen ist. Als Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Erziehungsberechtigte aus Magdeburg bietet die Beratungsstelle auch im neuen Domizil Hilfen zur Bewältigung bei persönlichen und familienbezogenen Problemen an. Telefonisch sind die Mitarbeiter unter der Rufnummer 6 07 48 80 erreichbar.
„Hatten Eltern früher prinzipiell einen Wissensvorsprung ihren Kindern gegenüber, erschließt sich heute unseren Kindern durch Fernsehen und die neuen Medien eine hohe Dimension von Informationen über alle Lebensbereiche, so dass Kinder spüren, dass ihre Eltern nicht mehr die Allwissenden und Allmächtigen sind“ weiß Susanne Thüme, Leiterin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle aus ihrer Praxis. „Das führt nicht selten zur Unsicherheit bezüglich der elterlichen erzieherischen Position. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass selbst bemühte und einfühlsame Eltern im Laufe der kindlichen Entwicklung an persönliche Grenzen gelangen, die eine gezielte Unterstützung erforderlich machen.“
Sowohl durch individuelle Einzelberatung als auch in einer Elterngruppe versucht das Team der Beratungsstelle, Eltern in ihren Erziehungskompetenzen zu stärken, damit die kindliche Entwicklung umfassend gelingen kann.
Ein Teil von Lebensrealität ist für eine nicht gerade geringe Anzahl von Kindern die Trennung ihrer Eltern und damit verbunden das Entstehen von neuen Familien. Dabei geraten das Wohl und die Entwicklungsinteressen von Kindern leicht aus dem Blick. Damit Kinder eine Trennung möglichst gut bewältigen können, bedarf es des weitsichtigen und feinfühligen Verhaltens der getrennten Eltern. Insofern richtet sich ein Beratungsschwerpunkt darauf, betroffene Eltern in die Lage zu versetzen, ihre Kinder auch nach Trennung und Scheidung gemeinsam gut ins Leben zu schicken.
Darüber hinaus gehören neben beraterischen Hilfen auch therapeutische Angebote zum Aufgabenspektrum der Beratungsstelle, die speziell Kindern und Jugendlichen zugute- kommen. Dabei werden durch die unterschiedlichen methodischen Ausrichtungen der Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle auch methodenübergreifende Konzepte eingesetzt.
Großen Wert legen die Mitarbeiter auf kind- und jugendgemäße Therapieverfahren, wie z.B. die ressourcenorientierte Hypnotherapie, die sich sehr effektiv in das therapeutische Gesamtkonzept einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle integriert.
Auch die Verhaltenstherapie erweist sich als ein effizienter Psychotherapieansatz, der bei vielen psychischen Störungen und Problemen zum Einsatz kommt. Darüber hinaus werden die Interventionen aus der Familientherapie im Kontext familiärer Beziehungsprobleme häufig angewandt.
Nach der Sommerpause bzw. den Ferien kommt auf Eltern und ihre Kinder wie in jedem Jahr der Start in ein neues Schuljahr zu, was mit unterschiedlichen Belastungen einhergehen kann. Entsprechend der Schwerpunktthemen wie Leistungsbeeinträchtigungen und Verhaltensschwierigkeiten kann in der Beratungsstelle eine jeweils differenzierte, individuell abgestimmte Diagnostik erfolgen, um entsprechende Wege zur Verminderung solcher Probleme zu beraten.
Falls also die Probleme über den Kopf wachsen und professionelle Hilfe erforderlich werden sollte, können sich Eltern und Betroffene an das Beraterteam der Erziehungs- und Familienberatungsstelle wenden, das aus vier Diplom-Psycholgen mit erteilter Approbation, einer Diplom-Sozialarbeiterin und einer Sekretärin besteht. Die Kollegen sind montags, mittwochs und donnerstags von 8.00 bis 15.30 Uhr, dienstags bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr in der Kroatenwuhne 1 oder unter Telefonnummer 6 07 49 80 erreichbar.