Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 01. September 2008

Oberbürgermeister gab Startschuss für Wegesanierung in der Kreuzhorst

Hochwasserschutz in Ostelbien

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute den Startschuss für die Sanierung von zwei weiteren Wegen durch die Kreuzhorst gegeben. Bis Ende November werden der Gerade Gang und die Kastanienallee so ausgebaut, dass der Elbdeich zwischen Prester und Randau zum Hochwasserschutz mit schwerer Technik erreicht werden kann. Die Stadtverwaltung investiert rund 440.000 Euro.

 

"Der Gerade Gang und die Kastanienallee gehören im städtischen Hochwasserschutzkonzept zu den wichtigsten Deichzuwegungen in Magdeburg", begründet Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Baumaßnahmen. "Auf einem rund vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Prester und Randau sind die beiden Wege die einzige Möglichkeit, den dortigen Elbdeich mit Fahrzeugen und entsprechender Technik zu erreichen. Bei den Hochwasserereignissen 2002 und 2003 hatten Feuerwehr, der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, die Bundeswehr und andere Hilfskräfte große Probleme, auf den bislang ungenügend befestigten Wegen an den Deich zu gelangen."

 

Die Wege erhalten auf einer Länge von rund zwei Kilometern eine Betonspurbahn mit einer Breite von einem Meter. Auch Ausweichstellen und ein Wendehammer in unmittelbarer Deichnähe werden gebaut. Nach der Fertigstellung können beide Wege auch bei einer Brandbekämpfung und bei notwendigen Forstarbeiten genutzt werden. Für den öffentlichen Fahrzeugverkehr bleiben die Wege weiterhin gesperrt.

 

Die Kosten von rund 440.000 Euro trägt vollständig die Stadtverwaltung. Darin enthalten sind auch Planungs- und Grunderwerbskosten. Fördermittel stehen bei dieser Baumaßnahme nicht zur Verfügung. Weil beide Wege durch das Naturschutzgebiet Kreuzhorst führen, hat die Landeshauptstadt für die Arbeiten eine Ausnahmegenehmigung der oberen Naturschutzbehörde im Landesverwaltungsamt erhalten.

 

Der Gerade Gang beginnt an der scharfen Linkskurve auf der Straße zwischen Magdeburg und Pechau. Er hat eine Länge von rund 1,3 Kilometern. Die Kastanienallee schließt sich im rechten Winkel an und endet nach etwa 700 Metern direkt vor dem östlichen Elbdeich.

 

Die Sanierung der Wege ist eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme in Ostelbien. Die Stadtverwaltung hat 2004 bereits sechs Wege um Pechau und Randau-Calenberge ausgebaut. Dazu gehören auch vier weitere Deichzuwegungen bei Randau.

 

Hochwassernachsorgemaßnahmen waren unter anderem der 2006 beendete Aus- und Neubau eines Grabensystems in und um Pechau. Mit rund 2.100 Meter Gräben sowie dem Rückbau von Verlandungen und der Ertüchtigung von Durchlässen ist im Bereich Pechau ein durchgängiges Grabensystem vom Karpfenteich bis zum Zipkeleber Gutsteich geschaffen worden.

 

2007 wurde das Siel am Zipkeleber Gutsteich seiner Bestimmung übergeben Das Siel ermöglicht es, nach einem Hochwasser das Drängwasser aus dem Polder abzuleiten und dadurch lang anhaltende großflächige Vernässungen zu verhindern.

 

Bei den Hochwassern 2002 und 2003 hatten anhaltend hohe Wasserstände der Elbe verbunden mit zwischenzeitlich starken Niederschlägen im ostelbischen Stadtgebiet zu starken Vernässungserscheinungen durch hohe Grundwasserstände geführt. Mit den Maßnahmen zur Hochwassernachsorge sollen solche Situationen entschärft bzw. vermieden werden.




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Stadt Magdeburg
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