02. September 2008. Leer. Der Landkreis Leer wartet nicht länger, bis sich Bund, Land und kommunale Spitzenverbände einig sind, wer den Unterhalt der geplanten Krippenplätze bezahlt. Landrat Bernhard Bramlage machte Nägel mit Köpfen. Er sicherte Bürgermeistern und leitenden Mitarbeitern der Städte und Gemeinden jüngst zu, dass der Landkreis zwei Drittel des zu erwartenden Defizits übernimmt.
Bramlage: „Damit haben wir die letzten Hindernisse vor dem Bau von Krippenplätzen beseitigt. Bei uns im Landkreis können Städte und Gemeinden endlich verbindlich planen.“
Handfeste Pläne für Krippenplätze gibt es in Westoverledingen, Weener und Borkum. Weitere Gemeinden folgen demnächst. Krippenplätze sind gedacht für Kinder unter drei Jahren.
Für den Bau der Einrichtungen stellen Bund und Land den Kommunen Geld zur Verfügung. Auf den Landkreis Leer entfallen bis 2013 rund fünf Millionen Euro. Der Bau der Krippenplätze ist nicht das große Problem. Es geht vor allem darum, wer die Folgekosten übernimmt. Darüber streiten sich Bund, Länder, Städte und Gemeinden immer noch.
Mit der Zusage für die Kommunen unterschreibt der Landkreis einen Wechsel in die Zukunft, dessen Höhe noch nicht ganz klar ist. Bramlage: „Aber wir können die besonders wichtige Betreuung der Kleinsten nicht noch länger hinauszögern, nur weil Berlin und die Länder so schnell nicht auf einen Nenner kommen. Deshalb sorgen wir für Planungssicherheit, so dass unsere Kommunen loslegen können.“
Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer
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