
„Rund 16 Prozent der unter 15-jährigen in Deutschland sind von Kinderarmut betroffen. Um diese Zahl zu senken, müssen wir die Ausgaben für die Prävention und unser Engagement weiter erhöhen“, fasste Superintendentin Annette Muhr-Nelson als Sprecherin des Bündnisses bei dem Treffen auf Haus Opherdicke in Holzwickede zusammen.
So sollen mit Kindertagesstätten und Grundschulen Absprachen zur Umsetzung des Projektes „Kein Kind ohne Frühstück“ getroffen werden. Favorisiert werden soll auch das Thema der sogenannten Randzeitenbetreuung, also der Betreuung zwischen 5 und 8 Uhr morgens sowie 19 bis 22 Uhr am Abend. „Hier sind wir bereits mit den Jugendämtern im Gespräch“, so Muhr-Nelson.
Darüber hinaus wollen die Bündnisakteure Vorschläge zu Beratungs- und Freizeitangeboten für behinderte Kinder entwickeln und in die politischen Gremien hineintragen“, nannte Jochen Preising, Koordinator des Bündnisse und Familienmanager beim Kreis, ein weiteres Betätigungsfeld. Vorbereitet wird auch ein „Sportel-Sonntag“. Er soll in Kooperation mit der AOK und dem Kreissportbund stattfinden.
Auch für 2009 gibt es bereits Planungen. So wird die Einladung an Unternehmen und Handwerkskammer zur Mitarbeit im Bündnis für Familie Kreis Unna erneuert. Gemeinsam mit den Arbeitsagenturen Dortmund und Hamm werden zudem Initiativen für den „Wiedereinstieg in den Beruf“ weiter vorangetrieben.
Kreis-Sozialdezernent Rüdiger Sparbrod war sicher, dass das Bündnis ob seiner Projekte wie etwa der Familienpatenschaften und Notinseln für Kinder ein wichtiger Motor für den Umbau des Kreises zu einem familienfreundlichen Standort bleibt. Konkret wurde auch er mit dem Vorschlag, einen Wettbewerb für familienfreundliche Unternehmen im Kreis Unna auszuloben.
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