Landkreis Leer | Presseinformation

Umgehung: Gemeinde Jemgum muss einen Antrag stellen

Landrat Bramlage befürwortet Umgehungsstraße

16. September 2008. Jemgum/Leer. An der Kreisverwaltung in Leer wird der zügige Bau einer Umgehungsstraße im Verlauf der Landesstraße an der Kavernenbaustelle in Jemgumkloster nicht scheitern. „Wir sehen das Begehren vieler Bürger nach einer Umgehung der Gefahrenstelle positiv“, sagt Landrat Bernhard Bramlage. Voraussetzung sei jedoch: Die Gemeinde Jemgum müsse einen Bebauungsplan aufstellen oder ein Planfeststellungsverfahren beantragen.

Bisher sei dies nicht geschehen. Nach einem Treffen mit der Gemeinde Jemgum und anderen Behörden, dem künftigen Kavernenbetreiber EWE mit seinen Planern und Juristen am 24. April dieses Jahres sei das Thema Umgehung weder von der Gemeinde noch von den Betreiberfirmen weiter vorangetrieben worden. Am 15. April hatte die Gemeinde in einem Bericht noch notiert, dass für das Kavernenprojekt der Neubau einer Gemeindestraße erforderlich sei. Ein Antrag wurde bisher jedoch von der Gemeinde nicht gestellt.

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Jemgum hat am Montag einstimmig beschlossen, den zuständigen Behörden Vorschläge für den Verlauf einer Umgehung und für eine Sofortlösung zu machen. Die SPD-Fraktion bittet den Landrat in Absprache mit allen Rats-Fraktionen und -Gruppen um Hilfe bei einer „schnellen Lösung und Beseitigung der Gefahrenstelle“. Dazu ist allerdings im ersten Schritt das Handeln der Gemeinde erforderlich.

Die geforderte Umgehungsstraße würde die Situation für den künftigen Betriebsplatz der EWE verbessern, aber nicht alle Probleme lösen, so Landrat Bramlage. Denn auch der geplante Betriebsplatz der Wingas soll direkt von der Landesstraße 15 erschlossen werden. Weder zu der Verkehrsplanung der EWE noch zu der der Wingas liegen dem Landkreis detaillierte Unterlagen vor. Beide Betreiberfirmen sind zurzeit dabei diese zu erstellen. Die Planung muss dann mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden, eventuell sind auch weitere Genehmigungsverfahren notwendig.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer


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