17. September 2008. Zwei Grasschnitt-Proben von Flächen binnendeichs (Landseite), die der Landkreis Leer in Absprache mit Landwirten zur Untersuchung an das Fresenius-Institut geschickt hatte, sind nur sehr gering und weit unter den Grenzwerten mit Dioxin und dioxinähnlichen PCB belastet. Das wurde der Leeraner Kreisverwaltung vom Institut jetzt vorab mitgeteilt. Nach den Worten von Landrat Bernhard Bramlage ist das zwar keine generelle Entwarnung für alle Flächen binnendeichs, aber ein weiterer wichtiger Mosaikstein zur Eingrenzung des Problems.
Bramlage hat das Ergebnis auch der Landesregierung in Hannover mitgeteilt und dort gleichzeitig um eine Komplettierung durch weitere Untersuchungen binnendeichs gebeten. Dadurch erhofft sich der Landrat Unterstützung in dem Bemühen des Kreises, das Problem im Interesse der Lebensmittelsicherheit und der Landwirtschaft möglichst schnell einzugrenzen und die Ursachenforschung weiter voranzutreiben.
Bramlage dankte den Landwirten, die die Proben zur Verfügung gestellt hatten. Ihnen wurden die Ergebnisse von der Kreisverwaltung direkt mitgeteilt.
Die Landesfachbehörden, Landwirtschafts- und Umweltministerium wollen bei einem Fachgespräch zu den Dioxinbelastungen am kommenden Montag in Oldenburg unter sich bleiben. Eine Teilnahme der Landkreise Emsland und Leer sowie der Stadt Emden als örtlich zuständige Behörden ist auf Veranlassung des Landschaftsministeriums nicht vorgesehen. Landrat Bramlage hat sein Unverständnis über diese Form der "Verantwortungs-Gemeinschaft" zum Ausdruck gebracht. Der Landkreis Leer werde gleichwohl weiter nach Kräften vor Ort zur Eingrenzung des Problems und zur Ursachenforschung beitragen.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Dieter Backer
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