Presseinformation

Nr. 402 Steinfurt, 26. Oktober 2008


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Blauzungen-Krankheit in den Niederlanden erneut ausgebrochen: Kreis Steinfurt gehört zur Kontroll-Zone
Restriktionen für Schaf-, Ziegen- und Rinder-Züchter

Kreis Steinfurt. In vier grenznahen Rinder-Betrieben in den Niederlanden ist am vergangenen Freitag, 24. Oktober, erneut die Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Der Kreis Steinfurt gehört daher ab sofort zur Kontrollzone. Damit verbunden sind Restriktionen für die Betriebe und Tierbestände im Kreis Steinfurt mit Schafen, Ziegen oder Rindern. Auch private Halter sind betroffen. Ursache dieser neuen Ausbrüche ist jedoch ein anderer Infektionstyp als in den Blauzungenfällen seit Sommer 2006.

Der Kreis Steinfurt ist in Abhängigkeit von der Entfernung zu den Ausbruchsbetrieben in drei Zonen eingeteilt:  „20 Kilometer“,  „50 Kilometer“ und „150 Kilometer“. „Innerhalb dieser drei Zonen gelten entsprechende Transport- und Verbringungsregelungen“, erklärt Dr. Christoph Brundiers, Amtstierarzt des Kreises Steinfurt.

Die Kontrollzone umfasst fast das ganze Land Nordrhein-Westfalen (außer die Gebiete der Kreise Euskirchen, Siegen-Wittgenstein, Höxter und der kreisfreien Stadt Bonn) und den westlichen Teil des Landes Niedersachsen bis zum Gebiet der Stadt Bremen.

Seit dem Sommer 2006 sowie im Verlaufe des Jahres 2007 sind immer wieder Ausbrüche der Blauzungenkrankheit - aber mit dem Serotyp 8 - festgestellt worden. Die wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Betriebe seien sehr hoch gewesen, so der Amtstierarzt. Tiere seien verendet oder hätten eingeschläfert werden müssen. Seit Juni wurden die Schaf-, Ziegen- und Rinderbestände gegen den Serotyp 8 schutzgeimpft. „Seitdem ist nur ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit im Kreis Steinfurt festgestellt worden. Allerdings sind die Tiere nicht gegen den neuen in den Niederlanden diagnostizierten Serotyp geschützt. Im Falle der Einschleppung ist ein erheblicher Schaden für die hiesigen Bestände nicht auszuschließen“, erklärt Dr. Christoph Brundiers.

Die Blauzungenkrankheit kann auf Menschen nicht übertragen werden. Auch der Verzehr von Lebensmitteln von eventuell infizierten Tieren könne nicht zu einer Krankheit bei Menschen führen, erklärt Brundiers. Die Übertragung von Tier zu Tier erfolge über blutsaugende Insekten.

Weitere Informationen gibt es beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Steinfurt unter Telefon 0 25 51 / 69 29 15 und in Kürze unter www.kreis-steinfurt.de.